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11. Februar 2026

Schrecksekunde in Thüringen. Lange wurde diskutiert, in welchem ostdeutschen Bundesland die AfD 2026 wohl als Erstes an die Macht kommen könnte: Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern? Beide wählen im September. Dann platzte die Koalition in Brandenburg und für einen Moment lagen dort Neuwahlen in der Luft. Anschließend wurde ein neuer Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt gewählt. Auch das hätte ins Auge gehen können. Und im direkten Anschluss folgte ein Misstrauensvotum der AfD gegen Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt. Zum Glück konnten sich die Rechtspopulisten aber auch hier nicht durchsetzen.
Wird die AfD eigentlich gewählt, weil oder obwohl sie rechtsradikal ist? Das fragt sich auch Jana Hensel in ihrem heute erschienenen Buch. Für sie steht fest: Ostdeutschland verabschiedet sich von der Demokratie. Die Frage sei nur, ob es bereits geschehen sei oder erst 2029 passiere, so die Autorin der „Zonenkinder“.

Ihr Robert Nehring
Chefredakteur ostdeutschland.info

+++ Ost and found +++

Was war seit dem vorangegangenen Newsletter über Ostdeutschland zu lesen? Unsere Auswahl: +++ Sven Schulze in ersten Wahlgang zum neuen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt gewählt +++ Blutwust-Koalition: Das Bilden von Koalitionen wird in Sachsen-Anhalt schwieriger +++ Querelen in der AfD Sachsen-Anhalt +++ Mario Voigt bleibt nach Misstrauensvotum Ministerpräsident von Thüringen und klagt gegen die TU Chemnitz +++ Lilly Blaudszun ist neue Sprecherin von Manuela Schwesig +++ Meinung: Die Mauer in den Köpfen ist im Westen höher +++ Der Ifo-Geschäftsklimaindex Ostdeutschland ist im Januar leicht gesunken +++ Ostdeutschland legt laut Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW im Bereich Wirtschaftsattraktivität zu +++ Mario Voigt hat eine Testregion Ost für mehr Investitionstempo vorgeschlagen +++ Auf Berlins Baustellen herrscht trotz Baubeschleunigungsgesetz Flaute (+) +++ Produzent der Putzi-Zahncreme ist für den Preis als Sachsens Unternehmer 2026 nominiert +++ Das Braunkohle-Aus in Sachsen bedroht den Spreewald (+) +++ Debatte: Das westdeutsche Modell kollabiert und der Osten weiß, was kommt (+) +++ „Reporter ohne Grenzen“ berichtet von feindseliger Stimmung gegenüber Journalisten in Ostdeutschland +++ Tour de France in Ostdeutschland +++ Im Erzgebirge werden weiterhin Dederonkittelschürzen produziert +++ Weitere Fundstücke finden Sie jederzeit auf unserem Linkedin-, unserem Instagram- und unserem Bluesky-Kanal. +++ Hier gehts zu allen vorangegangenen Newslettern. +++

Buchvorstellung: „Es war einmal ein Land“ von Jana Hensel

Jana Hensels Buch „Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“, ist ein Warnruf im Grundton der Resignation in einem für Ostdeutschland entscheidenden Wahljahr.
Heute ist Jana Hensels Buch „Es war einmal ein Land. Warum sich der Osten von der Demokratie verabschiedet“ erschienen. Ein Warnruf im Grundton der Resignation und das in einem für Ostdeutschland entscheidenden Wahljahr.

Stanley Fuls: Alte, neue Potenziale. Eisenhüttenstadt als Prototyp einer neuen Generation von Mittelstädten

Stanley Fuls, Vorstandsvorsitzender Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eG. Abbildung: Maja Kempe
„Ich glaube, ich bin am richtigen Ort zur richtigen Zeit.“, sagt Stanley Fuls, Vorstandsvorsitzender der Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft eG. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.

Buchvorstellung: „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“ von Karsten Krampitz

Karsten Krampitz beschreibt in seinem Roman „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“, wie vier DDR-Jugendliche mit Beeinträchtigung dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben nachgehen.
Einmal ausbrechen und ein selbstbestimmtes Leben führen. Diesen Wunsch haben vier DDR-Jugendliche mit Beeinträchtigung. Karsten Krampitz beschreibt in seinem Roman „Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung“, wie aus diesem Wunsch eine einzigartige Kommune entstand. Nach einer wahren Begebenheit.

Frederik Fischer: Kleinstadtentwicklung. Schluss mit dem Warten auf den weißen Ritter

Frederik Fischer, Geschäftsführer. Abbildung: Manuela Clemens
Frederik Fischer, Geschäftsführer von Neulandia, ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.

Buchtipp:

„Neon/Grau: 1989 und ostdeutsche Erfahrungsräume im Pop“ von Anna Lux und Jonas Brückner.

In „Neon/Grau“ werden Geschichten über die Wendezeit 1989/90 gesammelt. Sie erzählen von neuen Freiheiten, aber auch von Verlusten. Weitere Themen sind Jugend und Gewalt, das Leben auf dem Land sowie Rollenbilder von Frauen und Männern. Die Sichtweisen zeigen sich in verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen wie der Popkultur, dem Gangsta-Rap Ostberlins oder Filmen über Neuanfänge und Brüche.

Zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen

Denke ich an Ostdeutschland ... Band 2
Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
IMPULSGEBER OST Bücher, filme, Studien
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