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11. März 2026

Weißer Rauch in Potsdam: Ministerpräsident Woidke (SPD) hat erfolgreich den Koalitionspartner gewechselt. Das BSW ist jetzt nur noch in Thüringen in einer Landesregierung. Was nun wohl aus der Partei wird, die der AfD die Stimmen abnehmen wollte? Apropos: Im wohlhabenden Ländle konnten die Rechtspopulisten ihren Stimmanteil gerade verdoppeln, in 67 Gemeinden lag die AfD über 30 Prozent. In einer Umfrage befürworteten kürzlich 32 Prozent der befragten Deutschen die Beteiligung der AfD an einer Landesregierung, wenn diese die meisten Zweitstimmen erhält. 58 Prozent lehnen das ab. Unter den Befürwortern dürften die AfD-Wähler sein, aber auch manche, die glauben, in Verantwortung werde sich diese Partei schon entzaubern und im Anschluss weniger gewählt. Wenn das mal nicht nach hinten losgeht. Ist es nämlich schon einmal: 1930 wurde Wilhelm Frick in Thüringen zu einem der beiden ersten Landesminister der NSDAP. Bis zu seiner Amtsenthebung 1931 säuberte er fleißig die Verwaltung von Sozialdemokraten, die Lehrerschaft von Kommunisten und setzte Gefolgsleute ein. Er verbot „entartete Kunst“ und manches andere. So ebnete Frick seiner Partei den Weg, in Thüringen und darüber hinaus. Wie das ausging, dürfte bekannt sein.

Ihr Robert Nehring
Chefredakteur ostdeutschland.info

+++ Ost and found +++

Was war seit dem vorangegangenen Newsletter über Ostdeutschland zu lesen? Unsere Auswahl: +++ Neuer Koalitionsvertrag in Brandenburg: SPD erhält sechs Ministerien, CDU drei +++ Brandmauer in Sachsen-Anhalt bröckelt: CDU-Bundestagsabgeordnete schlägt Zusammenarbeit mit der AfD vor +++ Verwaltungsgericht Köln: AfD-Eilantrag stattgegeben +++ Hier regiert sie schon: Was sich mit einem Landrat oder Bürgermeister der AfD ändert (+) +++ Einkommenslücke zwischen Ost und West um rund zehn Prozent gestiegen +++ Umfrage: Soll die AfD bei Wahlsiegen mitregieren? +++ Ifo-Geschäftsklimaindex: In Ostdeutschland leichte Verschlechterung im Februar +++ Tesla-Werk Grünheide: Musk droht mit Expansionsstopp +++ IG Metall verliert Betriebsratswahl bei Tesla in Grünheide +++ Strukturschwächen überwinden: Ostdeutschland braucht mehr Wertschöpfung +++ Lithium-Abbau im Erzgebirge: In zehn Jahren kann es soweit sein +++ Zu negative Sichtweise: IWH-Präsident beklagt medialen Blick auf Ostdeutschland +++ Kahla-Porzellan insolvent +++ Schweinemast im Osten: Dramatischer Rückgang (+) +++ Döpfner vs. Friedrich: So fand es die Berliner Zeitung (+), so der Tagesspiegel (+) und so der Spiegel (+) +++ Ost-Initiativen: Wegen Sparmaßnahmen droht das Aus +++ Sachsen: Eine der gastfreundlichsten Regionen der Welt (+) +++ Durs Grünbein mit Erich-Loest-Preis 2026 ausgezeichnet +++ Kein Interesse an Ostalgie: Interview mit Cartoonist OL (+) +++ Geschichte eines verbotenen Films: Die Spur der Steine +++ Interview mit den Machern der Serie „Kacken an der Havel“ +++ Wie das Gemälde „Peter im Tierpark“ die Menschen in der DDR prägte +++ Weitere Fundstücke finden Sie jederzeit auf unserem Linkedin-, Instagram- und unserem Bluesky-Kanal. +++ Hier gehts zu allen vorangegangenen Newslettern. +++

Quo vadis, Ostdeutschland? Umfrage unter ostdeutschen Bundestagsabgeordneten #3/5 Sachsen

Dr. Paula Piechotta, Bündnis 90/Die Grünen, geboren 1986 in Gera, Wahlkreis/Bundesland: Leipzig Süd/Sachsen. Abbildung: Paula Piechotta/Philip Knoll
Auch 2026 stehen in Ostdeutschland Landtagswahlen von höchster Brisanz an – mindestens drei. Wir baten ostdeutsche Bundestagsabgeordnete um ihre Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Situation im Osten des Landes. In Teil drei veröffentlichen wir Statements von Vertretern, die in Sachsen zur Wahl standen.

Robert Ide: Aus Wut muss Mut erwachsen. Signale der Hoffnung sehen

Robert Ide: Aus Wut muss Mut erwachsen. Signale der Hoffnung sehen
Robert Ide, Autor beim Tagesspiegel, ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Mit diesem Beitrag ist er auch im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ vertreten.

Quo vadis, Ostdeutschland? Umfrage unter ostdeutschen Bundestagsabgeordneten #4/5 Sachsen-Anhalt

Dr. Franziska Kersten, SPD, geboren 1968 in Lutherstadt Wittenberg, Wahlkreis/Bundesland: Börde-Salzlandkreis/Sachsen-Anhalt Abbildung: Franziska Kersten
Auch 2026 stehen in Ostdeutschland Landtagswahlen von höchster Brisanz an – mindestens drei. Wir baten ostdeutsche Bundestagsabgeordnete um ihre Einschätzung der politischen und wirtschaftlichen Situation im Osten des Landes. In Teil vier veröffentlichen wir Statements von Politikern, die in Sachsen-Anhalt zur Wahl standen.

Sabrina Kensy: Durch Fehler zur Verbesserung. Welche Zukunft wir für unser Land gestalten – und was man vom Osten lernen kann

Sabrina Kensy, Vorsitzende des Vorstands Ostdeutscher Bankenverband, Bereichsvorständin Mittelstandsbank Mitte/Ost Commerzbank AG. Abbildung: Pavel Becker
Sabrina Kensy, Vorstandsvorsitzende des Ostdeutschen Bankenverbandes und Bereichsvorständin der Mittelstandsbank Mitte/Ost Commerzbank AG, ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Mit diesem Beitrag ist sie auch im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ vertreten.

Buchvorstellung: „Wir sind anders! Wie die DDR Frauen bis heute prägt“

Cover Anette Schuhmann: Wir sind anders!
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März hat sich ostdeutschland.info mit einem Buch über Frauen in Ostdeutschland beschäftigt. Annette Schuhmann hat in „Wir sind anders!“ ostdeutsche Frauen porträtiert.

Der Osten als Avantgarde #10: Ein Land – zwei Frauenbilder

Jolina Oelsner hat Design- und Innovationsmanagement (B.A.) sowie einen Doppelmaster in Innovationsmanagement, Sustainability & Entrepreneurship an der TU Berlin und Management an der SGH Warschau absolviert. In ihrer Arbeit verbindet sie Erfahrungen aus Beratung, Startups und NGOs mit einem besonderen Fokus auf die Förderung diverser und insbesondere von Frauen geführter Startups. Sie engagiert sich in der Vernetzung von Gründer:innen, in der Bewertung und Begleitung von Gründungsvorhaben sowie in internationalen und entwicklungspolitischen Projekten.
Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, Ostdeutschlands Charme sichtbar zu machen. In Teil zehn ihrer Kolumne erzählt Jolina Oelsner, wie ostdeutsche Werte sie als Frau sozialisiert haben und dass der Osten beim Thema Frauenbilder vorreitende Perspektiven einbringt.

Buchtipp:

„Zwei, drei blaue Augen“ von Victor Schefé

Der Roman dreht sich um den 19-jährigen Tassilo, der in einem Plattenbau in Rostock aufwächst und für Männer und Musik schwärmt. In ihm brennt der Wunsch nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben. Tassilos Ziel ist es, die Enge der DDR hinter sich zu lassen und nach Westberlin zu fliehen. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung schmiedet er 1986 Fluchtpläne und setzt sie trotz Drohungen seiner systemtreuen Mutter um. Drei Jahre später, nach dem Mauerfall, stößt er auf eine Wahrheit, die seinen Lebensweg verändert.

Zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen

Denke ich an Ostdeutschland ... Band 2
Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
IMPULSGEBER OST Bücher, filme, Studien
IMPULSGEBER OST Interessante Influencer
IMPULSGEBER OST Institutionen und Initiativen
IMPULSGEBER OST Marken & Firmen
MEILENSTEINE DES OSTENS
Zahlen & Fakten zum Osten