Newsletter

8. April 2026

Anfang Juni findet erst das Ostdeutsche Wirtschaftsforum in Bad Saarow und gleich im Anschluss das Business-Festival MACHN in Leipzig statt. Beide ergänzen sich ganz gut. Ich hatte die Gelegenheit, mit Marco Weicholdt sprechen zu können, dem Festivalleiter des MACHN. Im Interview schildert er eine interessante Beobachtung: Talent ist seiner Meinung nach überall auf der Welt gleichverteilt, aber in Ostdeutschland fehlen die Vorbilder. Deshalb gehe manches Start-up fort, das es ernst meine und groß denke. Dagegen will er auch mit der neuen Start-up-Factory boOst etwas tun: Angebote schaffen, Erfolge sichtbar machen und das Ökosystem stärker miteinander verschränken.

Ihr Robert Nehring
Chefredakteur ostdeutschland.info

+++ Ost and found +++

Was war seit dem vorangegangenen Newsletter über Ostdeutschland zu lesen? Unsere Auswahl: +++ Ministerpräsidentenkonferenz Ost: Die Beschlüsse +++ Spritpreise: Ost-Regierungschefs reicht das Maßnahmenpaket des Bundes nicht aus +++ BBSR-Prognose: Dem Osten gehen die Arbeitskräfte aus +++ Brandenburg erlebt Rekord bei Unternehmensinvestitionen +++ Ifo: Geschäftsklimaindex Ostdeutschland im März gesunken +++ Kohlekraft: Ostdeutsche Wirtschaft unterstützt Rückkehr-Überlegungen des Bundeskanzlers (+) +++ Dominic Dorfner neuer Vorstandsvorsitzender bei Jenoptik +++ Kunststoff-Hersteller Domo vorerst gerettet +++ LEAG warnt vor Energienachteil für Ostdeutschland +++ Thüringer Ketchup Born gewinnt Ranking von Stiftung Warentest +++ Ostdeutschland laut DWD stark von Erderwärmung betroffen +++ DDR-Geschichte: Angela Merkels Unterlagen müssen vom Bundesarchiv nicht herausgegeben werden +++ Kowalczuk: Schweigegelübde für Social Media +++ Berliner Zeitung: Nun sind auch die „Ostbeauftragten“ Anja Reich-Osang und Wiebke Hollersen gegangen +++ Eklat um Peter-Michael Diestel +++ Reinhard Lakomys neues Album „Palastkonzert“ ist erschienen +++ Weitere Fundstücke finden Sie jederzeit auf unserem Linkedin-, unserem Instagram- und unserem Bluesky-Kanal. +++ Hier gehts zu allen vorangegangenen Newslettern.

Petra Köpping: Damit die Wut nicht zerreißt. Warum wir für eine Zukunft gegen die Polarisierung polarisieren müssen

Petra Köpping, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Freistaates Sachsen (SPD). Abbildung: Sozialministerium Sachsen
„Wir sollten endlich wieder den moderaten, differenzierten Stimmen einen ausreichenden Raum geben“, sagt Petra Köpping, die Stellvertretende Ministerpräsidentin und Staatsministerin für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Freistaates Sachsen (SPD). Sie ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Mit diesem Beitrag ist sie auch im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ vertreten.

Das MACHN wird internationaler: Interview mit Marco Weicholdt

Marco Weicholdt, geboren 1987 in Leipzig, ist Managing Director & Co-Founder der Startup Factory boOst und Leiter des MACHN Festivals.
Vom 3. bis 4. Juni 2026 findet in Leipzig wieder das Business-Festival MACHN statt. Leiter Marco Weicholdt erläutert im Interview, was dann neu sein wird. Wir sprachen mit ihm auch über die Start-up-Factory boOst, die Wirtschaft im Osten und die bevorstehenden Landtagswahlen.

„Weg mit der Mauer – auch in den Köpfen!“ Interview mit dem Model Anja Kossiwakis

Anja Kossiwakis war bereits in der DDR ein gefragtes Model. Sie ist 1968 in Dessau geboren. Heute ist Sie als Model, Fashionbloggerin und Fotografin aktiv. instagram.com/anjas_lookbook. Abbildung: Kateryna Vdovychenko
1988 war Anja Kossiwakis als Model auf Covern der DDR-Modezeitschrift „Modische Maschen“ zu sehen. Anfang 2026 nahm die Dessauerin an „Germany's Next Topmodel“ teil. Kürzlich modelte sie auf der Pariser Fashion Week. Wir sprachen mit ihr über eine ungewöhnliche Karriere, den Osten und das Modeln.

Zukunftszentrum: Uta Bretschneider neue Programmdirektorin

Dr. Uta Bretschneider betont, dass das Zukunftszentrum zu einem Ort werden soll, an dem individuelle Sichtweisen und Forschungsergebnisse zusammenkommen. Abbildung: Oliver Zschau
Das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation in Halle (Saale) bekommt eine neue Programmdirektorin und Sprecherin der Geschäftsführung. Ab dem 1. Mai 2026 wird Dr. Uta Bretschneider, bislang Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, ihre neue Stelle antreten.

Manja Kliese: Ostdeutsche Augen und Ohren. Der auswärtige Dienst sollte kein westdeutscher Erbhof sein

Manja Kliese, Leiterin des Krisenreaktionszentrums Auswärtiges Amt. Abbildung: Stevy Hochkeppel
„In diesen Gesprächen ging es mir ganz zentral darum, zu zeigen, dass Diplomatie keine Erbdynastie ist, sondern ein Beruf, der allen offensteht.“, sagt Manja Kliese, Leiterin des Krisenreaktionszentrums des Auswärtigen Amts. Sie ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Ihr Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.

POND: Die Geburt eines ostdeutschen Klangexperiments

Der Durchbruch gelang Pond im Jahr 1982 mit dem Song „Planetenwind“
Es gibt Bands, die ihre Zeit widerspiegeln – und es gibt jene, die ihrer Zeit voraus sind. POND gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Bernd Haber stellt die Geschichte der Elektro-Band aus dem Osten Deutschlands vor.

Buchtipp:

„Der Westen. Eine ostdeutsche Empfindung“ von Cornelia Geissler

In seinem Bestseller „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ ging es Dirk Oschmann um den Blick der Altbundesbürger auf die neuen Bundesbürger. Das von Cornelia Geissler herausgegebene Buch geht den umgekehrten Weg. Bekannte Autoren wie Aaron Boks, Katja Lange-Müller oder Thomas Brussig beschäftigen sich mit der Sicht der Ostdeutschen auf die Westdeutschen. Im Fokus steht die Frage: „Was ist der wahre Wert des Westens?“

Zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen

Denke ich an Ostdeutschland ... Band 2
Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
IMPULSGEBER OST Bücher, filme, Studien
IMPULSGEBER OST Interessante Influencer
IMPULSGEBER OST Institutionen und Initiativen
IMPULSGEBER OST Marken & Firmen
MEILENSTEINE DES OSTENS
Zahlen & Fakten zum Osten