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28. Januar 2026

Sich in der Oberstufe mit der DDR-Geschichte zu befassen soll künftig nicht mehr verpflichtend sein. So hatte sich das Berlin für seine Schüler überlegt. Warum auch? Verdammt lang her. Nachdem dieses Vorhaben für öffentliches Entsetzen gesorgt hatte, bot Bildungssenatorin Günther-Wünsch – im Übrigen eine Ostdeutsche und ja, sie hatte zusammen mit ihrem Partner, dem Regierenden Bürgermeister, Netz, als viele Berliner keines mehr hatten – nun einen Minimalkompromiss an. Sachste nüscht mehr. Passend dazu erreichte uns kürzlich die Meldung, dass sich das Bildungsministerium von MV bei einer Abitur-Aufgabe zur DDR blamiert hat: falsche Zitate von Manfred Stolpe. So ein bisschen Ostbildung wäre also vielleicht doch nicht verkehrt. Kennen Sie eigentlich schon unsere Meilensteine sowie Zahlen und Fakten zu Ostdeutschland?

Gabs denn zuletzt auch was Gutes? Aber hallo: Die Kaulitz-Bros übernehmen Wetten, dass ..? und kehren zur Sendung in die Heimat zurück, konkret nach Halle, zur Saal(e)-Wette. Wolfgang „Lippi“ Lippert hat übrigens neun Sendungen geschafft.

Apropos Sachsen-Anhalt: Da soll heute der aktuelle Wirtschaftsminister Sven Schulze zum neuen Ministerpräsident gewählt werden. Wir drücken die Daumen.


Ihr Robert Nehring
Chefredakteur ostdeutschland.info

+++ Ost and found +++

Was war seit dem vorangegangenen Newsletter über Ostdeutschland zu lesen? Unsere Auswahl: +++ Ministerpräsident Haseloff reichte offiziellen Rücktritt zum 27. Januar ein +++ Sven Schulze will Leistungsempfänger zu gemeinnütziger Arbeit verpflichten +++ Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser warnt vor Vernachlässigung von Schienenprojekten +++ Die Ost-Agrarminister haben eine Erklärung zur gemeinsamen EU-Agrarpolitik verabschiedet +++ Sachsen für Abschaffung der Lehrerverbeamtung +++ Ostdeutsche Betriebe warnen vor den Reformplänen zur Erbschaftssteuer (+) +++ Haushalte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen mit stark gestiegenen Heizkosten rechnen +++ Neues Außenwirtschaftsgesetz soll PCK-Raffinerie in Schwedt stabilisieren (+) +++ Nach heftiger Kritik an Berlins Plänen zur Abschaffung der DDR-Geschichte als Oberstufen-Pflichtthema bietet Bildungssenatorin „Minimalkonsens“ +++ +++ Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommerns blamiert sich mit einer Abitur-Aufgabe zur DDR +++ Länderfinanzausgleich: 14 Milliarden Euro für die neuen Bundesländer +++ Mecklenburg-Vorpommern soll in fünf Jahren kein Geld mehr aus dem DDR-Vermögen erhalten +++ Vier junge Männer diskutieren über Ost-West-Klischees auf TikTok (+) +++ Die Kaulitz-Brüder übernehmen die Moderation von „Wetten, dass..?“ +++ Goslarer Kaiserring für Künstlerin Gabriele Stötzer +++ Der 1. FC Union Berlin feierte 60. Geburtstag +++ Schriftstellerin Elke Erb gestorben +++ Weitere Fundstücke finden Sie jederzeit auf unserem Linkedin-, Instagram- und unserem Bluesky-Kanal. +++ Hier gehts zu allen vorangegangenen Newslettern. +++

Der Osten als Avantgarde #9: KI im Osten neu denken

Simona Stoytchkova ist seit 20 Jahren international in der Finanzbranche tätig, zuletzt im Vorstand einer großen US-Bank. Mit 49 Jahren hat sie gleich zweimal gegründet. Ihre Trainingsplattform Alic.ai richtet sich an Menschen 40+, die KI praktisch und sicher anwenden wollen und ihr neues Unternehmen Agentryxx beschäftigt sich mit KI-Transformation im Mittelstand.
Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, Ostdeutschlands Charme sichtbar zu machen. In Teil neun ihrer Kolumne erklärt die KI-Expertin und CEO von Agentryxx, Simona Stoytchkova, wie künstliche Intelligenz dem Osten Chancen und Nutzen bietet.

100 Jahre Grüne Woche: Ostdeutschland ist stark vertreten

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig zeigte sich stolz über die Tradition des Messeauftritts ihres Bundeslandes. Abbildung: Messe Berlin GmbH
Am 16. Januar öffnete in Berlin zum einhundertsten Mal die „Grüne Woche“ ihre Pforten. Die ostdeutschen Bundesländer nutzen die große Agrar- und Ernährungswirtschaftsmesse für einen starken Auftritt.

Beate-Victoria Ermisch: Der Osten in mir. Warum Herkunft nicht automatisch Identität formt

Beate-Victoria Ermisch, Gründerin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der ibe Ermisch GmbH. Abbildung: Nancy Glor
„Ich bin im Osten geboren. Aber ich war nie nur ostdeutsch. Darin liegt mein Beitrag zur Einheit.“, sagt Beate-Victoria Ermisch, Gründerin, Gesellschafterin und Geschäftsführerin der ibe Ermisch GmbH. Sie ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Ihr Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.

Dr. Sabine Bergmann-Pohl: Gedanken zur deutschen Einheit

Dr. Sabine Bergmann-Pohl: Gedanken zur deutschen Einheit
Am 3. Oktober 2025 feierte Deutschland 35 Jahre deutsche Einheit. Die Teilung verlief nicht nur in Berlin mitten durch Orte hindurch. Die ehemalige Volkskammerpräsidentin und Bundesministerin Frau Dr. Sabine Bergmann-Pohl beschreibt den Weg von der Teilung zur Vereinigung.

Jobtausch als Win-Win: Interview mit Felix Nawroth

Felix Nawroth, Abbildung: Markus Esche
Felix Nawroth ist in seine Heimat Chemnitz zurückgekehrt und hat dort 2020 JobSwop.io gegründet, eine App, die Jobtausche ermöglicht. Wir sprachen mit ihm darüber, wie er darauf gekommen ist und wie das Ganze konkret funktioniert.

Buchvorstellung: In der Nähe

In seinem Buch „In der Nähe“ wagt Simon Strauss einen Blick auf die Sehnsucht der Ostdeutschen nach Nähe und Gemeinschaft.
Die Gesellschaft lebt in einer Zeit der Entfremdung zwischen den politischen Lagern sowie zwischen Stadt und Land. In seinem Buch wirft Simon Strauß einen Blick auf die Sehnsucht der Ostdeutschen nach Nähe und sucht in einer ostdeutschen Kleinstadt nach Antworten.

David Fischer: Es geht nur gemeinsam. Wir sind alle gleich und die Herkunft darf keine Rolle spielen

David Fischer: Es geht nur gemeinsam. Wir sind alle gleich und die Herkunft darf keine Rolle spielen
„Man sagt, dass die Vergangenheit die Gegenwart begründet. Es liegt jedoch an uns, in welcher Art und Weise wir sie in unser Handeln einfließen lassen“, sagt David Fischer, ehemaliger Geschäftsführer Kommunikation bei SG Dynamo Dresden e.V. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.

Buchtipp:

„Staatsfeinde. Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren“ von Stefan Wellgraf

Wie ist die rechte Gewalt im Osten entstanden? Stefan Wellgraf widmet sich in seinem Buch den Wurzeln der Zunahme von Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Auf Grundlage mehrjähriger Forschungen und Archivrecherche analysiert er, wie es zum Groll gegen staatliche Eliten im Osten kam und sich dieser festsetzte. Der Autor räumt mit alten Denkmustern zu ostdeutschen Rechten auf und bietet neue Perspektiven auf die Hintergründe der politischen Gegenwart.

Zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen

Denke ich an Ostdeutschland ... Band 2
Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
IMPULSGEBER OST Bücher, filme, Studien
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IMPULSGEBER OST Institutionen und Initiativen
IMPULSGEBER OST Marken & Firmen
MEILENSTEINE DES OSTENS
Zahlen & Fakten zum Osten