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Newsletter
10. Juni 2026
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Mit großer Spannung wurde vergangene Woche auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow die Rede des Bundeskanzlers erwartet. An den beiden Veranstaltungstagen zuvor wurde überdeutlich, wie sehr die Wirtschaft – nicht nur in Ostdeutschland – eine Vision, eine Strategie für Deutschland sowie radikale Reformen vermisst. Der Kanzler konnte in diesem Rahmen erwartungsgemäß weder mit dem einen noch dem anderen dienen. Aber im Grunde schloss er beides auch für die Zukunft aus: Einen „Big-Bang“, der alle Probleme löse, werde es mit ihm nicht geben, stellte er klar. Und überhaupt: diese schlechte Stimmung im Land. „Es liegen sehr gute Jahre vor uns. In Ostdeutschland, in Westdeutschland, in der Bundesrepublik Deutschland insgesamt und in Europa“, sagte er. Also da war mein Glas direkt wieder halb voll. Und als Friedrich Merz dann noch sagte: „Ostdeutschland ist schon lange nicht mehr die Aufholregion unseres Landes“, da sah mein Glas plötzlich aus wie zwei. Jetzt wollte ich es aber genau wissen: Verschwinden Probleme wirklich, wenn man sie einfach Erfolge nennt? Verwandelt sich Rückstand per Tschakka in Vorreiterschaft? Ich habe den Framing-Zauber gleich mal bei meinem dünnen Portemonnaie ausprobiert. Hat beim ersten Mal nicht funktioniert. Aber seit der Rede bin ich einfach zuversichtlich. Sollten Sie auch sein.
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Chefredakteur ostdeutschland.info
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+++ Ost and found +++
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Was war seit dem vorangegangenen Newsletter über Ostdeutschland zu lesen? Unsere Auswahl: +++ OWF: Friedrich Merz sieht den Osten als Vorbild bei Reformen +++ Octavian Ursu (CDU) hat die Oberbürgermeisterwahl in Görlitz erneut gewonnen +++ Tino Chrupalla fordert als Reaktion, die Briefwahl abzuschaffen +++ Auch Aue bleibt stabil: Marcus Hoffmann (CDU) gewinnt Oberbürgermeisterwahl gegen den Kandidaten der rechtsextremen Freien Sachsen +++ 69 Prozent aller Deutschen rechnen mit einem AfD-Ministerpräsidenten in Ostdeutschland +++ Sahra Wagenknecht kokettiert mit Unterstützung der AfD +++ Manuela Schwesig: „Ich habe versucht, die AfD einzubinden“ +++ Leif Erik Holm: „CDU würde Frau Schwesig wieder ins Amt verhelfen“ +++ Holger Friedrich hat am St. Petersburger Wirtschaftsforum teilgenommen (+) +++ Das sagt er selbst dazu +++ Robert Habeck zu Gast beim MACHN-Festival in Leipzig +++ IHK-Frühjahrsumfrage: Stimmung der Berliner Unternehmer auf dem Nullpunkt +++ In Ostdeutschland bleibt die Reaktivierung alter Bahnstrecken schwierig +++ Sächsische Großstädte profitieren vom Zuzug junger Leute +++ Die Ministerpräsidenten Sven Schulze und Mario Voigt fordern mehr deutsche Musik im Radio +++ Fußball: Lok Leipzig steigt nicht mal nach Zwangsabstieg von 1860 in die dritte Liga auf +++ Die legendäre Mokka-Milch-Eisbar wurde in Berlin wiedereröffnet +++ Vor der Berliner Volksbühne wird temporär ein Volksbad errichtet +++ Zweites Treffen der Ostmusik am 19./20. Juni in Neuruppin +++ OAZ verliert den Rechtsstreit gegen den „Volksverpetzer“ (+) +++ Weitere Fundstücke finden Sie jederzeit auf unserem Linkedin-, Instagram- und unserem Bluesky-Kanal. +++ Hier gehts zu allen vorangegangenen Newslettern. +++
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Vom 31. Mai bis 2. Juni fand im brandenburgischen Bad Saarow das elfte Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF) statt. Das Motto lautete: „Eine neue (Un)ordnung“. Wir waren wieder vor Ort.
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Am 19. Februar 2026, ist die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung (OAZ) online gegangen, einen Tag später erschien die erste Printausgabe. Im Interview zieht Geschäftsführer Dirk Jehmlich Bilanz.
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„Nach 30 Jahren ist nichts mehr von der menschenfeindlichen Wüste des ehemaligen Todesstreifens übriggeblieben. Heute prägen junge Leute das Bild, die zu Innovatoren im Digitalbereich ausgebildet werden.“, sagt Prof. Dr. Christoph Meinel, Präsident der German University of Digital Science. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.
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Antje Riis ist Host des Podcasts „Born in the GDR“. Jeden Monat erscheint eine neue Folge mit „Geschichte(n) aus einem verschwundenen Land“. Im Interview gewährt sie einen Blick hinter die Kulissen.
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Im dritten Teil seiner Wirtschaftskolumne beschäftigt sich Frank Nehring mit dem Wettbewerbsreport Ostdeutschland 2026. Dieser offenbart einen an Dynamik verlierenden Aufholprozess.
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Anlässlich des Ostdeutschen Wirtschaftsforums haben die Standortinitiative Deutschland – Land der Ideen und die Deutsche Kreditbank AG (DKB) wieder die wirtschaftliche Lage und die Herausforderungen ostdeutscher Unternehmen ermitteln lassen. Ergebnis: Es wird viel Potenzial gesehen, aber die Situation hat sich weiter verschlechtert.
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„Wann trägt das vorgetragene Wir eher zur Spaltung bei als zur Solidarität?“, fragt Torsten Menzel, Verknüpfer beim Netzwerk 3te Generation Ost. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.
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Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, Ostdeutschlands Charme sichtbar zu machen. In Teil 13 ihrer Kolumne widmet sich die Stiftungsexpertin und Moderatorin Kathrin Succow dem Thema Naturschutz in Ostdeutschland.
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Der Dessauer Verein NEWKID e.V. wollte den Hip-Hop in Ostdeutschland als immaterielles Kulturerbe anerkennen lassen, scheiterte damit jedoch kürzlich. Der Vereinsvorsitzende Jörg Schnurre erläutert die Hintergründe und spart nicht an Kritik.
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„111 Orte in der Oberlausitz, die man gesehen haben muss“ von Laura Kaiser
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Die Oberlausitz ist unter anderem für ihren würzigen Senf und ihre traditionellen Pfefferkuchen bekannt. Dieser Reiseführer präsentiert 111 besondere Orte dieser Region und erzählt die Geschichten dahinter. Von den Sandsteinformationen des Zittauer Gebirges über den Muskauer Park und die Rakotzbrücke in Kromlau bis zur historischen Altstadt von Bautzen.
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Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
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