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Newsletter
26. August 2026
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Unser Newsletter ist zurück aus der Sommerpause. Was wurde verpasst? Uwe Steimle wollte auf einer AfD-Veranstaltung Angela Merkel an die Wand stellen und ein Attentat auf den Kanzler verüben lassen, bevor er erfolgreich die DDR-Hymne anstimmte. Alles nur Spaß, ist sein Anwalt Peter-Michael Diestel überzeugt, fast so sehr wie von sich selbst. Der Kanzler hat die Karten in der Bundesregierung neu gemischt, mit bemerkenswerten Auswirkungen auf das ostdeutsche Personal: Amthor ist vom Staatssekretär zum Staatsminister aufgestiegen, dafür darf Staatsministerin Schenderlein – warum auch immer – nur noch den Job von Staatssekretär Sorge machen und dieser kann nun sehen, wo er bleibt. Nachdem die AfD damit zu punkten begann, gegen das dringend notwendige behutsame Auslaufenlassen der abschlagsfreien Rente mit 63 zu sein, waren die ostdeutschen Länderchefs es plötzlich auch. Linda Teuteberg (FDP – ja, die gibts noch) erklärte ostdeutsche Identität für eine Erfindung. Wer sie erfunden hat, bleibt leider etwas unklar. Auf jeden Fall würden rechts und links von ihr profitieren. Ökonomen haben errechnet, dass eine in Sachsen-Anhalt regierende AfD ein ganz vorsichtig geschätztes 2,2-Milliarden-Loch in die Kasse reißen würde, obwohl diese keine neuen Schulden aufnehmen will. Die OAZ beeilte sich zu relativieren: Schulden machen die doch alle. Überhaupt die Ostdeutsche Allgemeine: Sie hat den bevorstehenden Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt, den dort offenbar mancher kaum noch erwarten kann, mit 1989 verglichen. Damals sei den Ostdeutschen mit ihrem Protest die erste friedliche Revolution gelungen, nun müssten sie es wieder tun. Welch sonderbare Nius, Entschuldigung: News. Die OAZ hat sich übrigens gerade ein sehr gutes Halbjahreszeugnis ausgestellt. Aber sie polarisiert und normalisiert in einem Maße, dass zugleich nicht wenige der Ansicht sind: Probezeit leider nicht bestanden. Die Kampagne „Taktisch wählen“ (damit SPD und Grüne in Sachsen-Anhalt den Einzug ins Parlament schaffen, was die absolute Mehrheit der AfD verhindern könnte) wird von den anderen Parteien kritisiert. Das könnte dann wohl die nächste Wahl werden, die das BSW anfechtet. Apropos: Sahra Wagenknecht hat sich der AfD in Sachsen-Anhalt an den Hals geworfen: Zusammen schaffen wir das. Vom Thüringer Landesverband verlangte sie, dass dessen Fraktion die Landesregierung verlässt. Die lehnten ab. Freunde werden sie wohl nicht mehr. Der Spiegel titelte mit Ulrich Siegmund als dem gefährlichsten Mann Deutschlands. Springer hielt das für Wahlwerbung. Andere dann sehr gern auch. Im temporären Volksbad vor der Berliner Volksbühne buchte ein Verein Schwimmzeiten für die Schwarze Community. AfD und CDU empörten sich. Das Theater kommentierte „Fickt euch!“ und hatte sowas von recht. Björn Höcke hielt die mutmaßliche rechtsextreme Terrorgruppe Sächsische Separatisten für Justizopfer und sprach sich für eine Wiederaufnahme in die AfD aus. Manche Westdeutsche wollen dem Osten für sein Wahlverhalten Mittel streichen. Der Vorwurf der Undankbarkeit steht wieder im Raum. Vor der Sachsen-Anhalt-Wahl ließen die AfD-Spitzen keine Zweifel: Euro-Aus, Grenzen dicht, Klimaschutz ist „Quatsch“, Regierung sind „Flachzangen“, es brauche Bürgerwehren und Heimbeschulung. Der Spiegel wies darauf hin, dass die CDU beim letzten Mal zehn Prozentpunkte mehr bekommen hat, als im Durchschnitt prognostiziert. Und gefühlt ging jeden Tag ein neues Ostcast-Format an den Start. Podcasts über den Osten haben jetzt Konjunktur und das ist auch gut so. War also einiges los. Näheres in unseren Fundstücken.
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Chefredakteur ostdeutschland.info
PS: Trauen Sie uns eigentlich? Dann lassen Sie dies gern auch Google wissen und fügen Sie uns zu Ihren bevorzugten Suchquellen hinzu. Hier ein Haken und fertig.
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+++ Ost and found +++
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Die 1991 in Chemnitz gegründete Zebra Group hat sich zu einer der größten inhabergeführten Agenturen in Deutschland entwickelt. Im Interview spricht CEO und Mitgründer Joerg Fieback über Ostdeutsche und Ostmarken, über „Ostimismus“ und „Ostwahlen“.
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Als ostdeutschland.info vor zwei Jahren online gegangen ist, wussten wir zwar, was wir vorhaben, aber nicht, ob das auch jemanden interessiert. Mittlerweile ist klar: Unser Infoportal genießt eine hohe Aufmerksamkeit. Nun wollen wir Sie, unsere Leser, näher kennenlernen. Bitte nehmen Sie bis zum 20. September an unserer kurzen Umfrage teil. Es gibt auch etwas zu gewinnen.
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Die Chemie ist für die ostdeutsche Wirtschaft traditionell von wesentlicher Bedeutung. Die Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände Nora Schmidt-Kesseler beschreibt in ihrem Gastbeitrag die aktuellen Herausforderungen der Branche und wirft einen Blick in die Zukunft.
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„Ostdeutschland braucht keine Bevormundung – es braucht Anerkennung Vertrauen, echte Partnerschaft. [...] Ostdeutschland ist kein Opfer – es ist ein Zukunftslabor.“, sagt Bodo Ramelow, Vizepräsident des Deutschen Bundestages und ehemaliger Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Die Linke. Er ist ein wichtiger Impulsgeber für Ostdeutschland. Er setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Sein Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.
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Am 6. September finden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. Die AfD hofft auf eine absolute Mehrheit. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat die Finanzierbarkeit ihres Wahlprogramms untersucht.
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Am 20. August ist der Film „Spaziergang nach Syrakus“ des Regisseurs und Drehbuchautors Lars Jessen erschienen. Der Publizist und Schriftsteller Dr. Andreas H. Apelt beschreibt den ungewöhnlichen Weg heraus aus der DDR und wieder zurück, um den es in dem Streifen geht.
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„Dieses ostdeutsche Selbstbewusstsein ist nicht mehr angewiesen auf Wertschätzung von außen, die eh jahrzehntelang verwehrt blieb.“, sagt Franziska Schenk, Eisschnelllauf-Weltmeisterin, Journalistin und Moderatorin bei MDR und ARD. Sie ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Ihr Beitrag im zweiten Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ ist nun auch frei zugänglich online bei uns erschienen.
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Am 15. Juli hat das DDR Museum sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Wir sprachen mit Geschäftsführer Quirin Graf Adelmann von Adelmannsfelden und Direktor Gordon Freiherr von Godin über die Entstehung des Erfolgsprodukts und darüber, welche Projekte als Nächstes anstehen.
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Rechtsextreme Symbole und Haltungen normalisieren sich zunehmend im Alltag. Die Journalistin Manuela Müller ist diesem Phänomen auf den Grund gegangen. Sie zeigt am Beispiel ihrer sächsischen Heimat, wie sich eine Generation junger Menschen in Ostdeutschland radikalisiert hat.
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In Teil sieben seiner Kolumne hat sich Julian Nejkow dem Zustand der ostdeutschen Gesellschaft zwischen Sommerloch und politischem Herbst gewidmet.
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„Der Waldmeister“ von Jens Sparschuh
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In diesem Roman taucht die Leserschaft in die Kulinarik der brandenburgischen Provinz ein. Der Berliner Gastrokritiker Odo Weingaertner übt bei einem Besuch im Landgasthaus Zur Dubrower Mühle heftige Kritik am Essen und gerät mit der Wirtin Senta Woitschke aneinander. Dann lässt er der Aufforderung der Wirtin, es einfach besser zu machen, Taten folgen. Mit den Rezepten seiner sächsischen Großmutter gelingt es Weingaertner, die Provinzküche Brandenburgs aufzumischen. Ein amüsantes Buch über gutes Essen, den ländlichen Osten und das letzte Lebensviertel.
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Auch unser zweiter Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ enthält viele wertvolle Beiträge mit positiven Impulsen für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland. Zusammen mit Band eins liegen nun Beiträge von 120 Autorinnen und Autoren auf 448 Seiten vor. Bestellbar als Hardcover und E-Book.
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