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6. November 2024

Der 9. November fällt in diesem Jahr auf einen Sonnabend. Der Fall der Mauer, es geschah an einem Donnerstag, ist dann 35 Jahre her. Nach so einer langen Zeit ist das Aufleben der Diskussion um den Osten höchst erstaunlich. Offenbar haben viele Ostdeutsche die Auswirkungen ihres Anschlusses noch nicht verdaut und suchen nun nach Wegen, dies wirksam kundzutun. Vielleicht muss das einfach noch mal raus, damit es dann besser werden kann? Das wird es aber nicht, wenn man mit dieser Form der Aufarbeitung Ost zu den Flötentönen der Populisten tanzt. Hier klafft eine Lücke. Es fehlt etwas Verbindendes, mit dem sich der Osten positiv identifizieren kann. Eine Vision von einer gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft. Daran sollten wir alle arbeiten.
Zum Jahrestag des Mauerfalls empfehle ich Ihnen den Veranstaltungskalender auf der Webseite des Ostbeauftragten und den Mitschnitt einer Diskussion von Kirchenleuten, die am Abend des 9. November 1989 zwischen der Schabowski-Pressekonferenz und dem Fall der Mauer im Französischen Dom von Berlin stattfand. Zu sehen sind unter anderem Manfred Stolpe, Lothar de Maizière, Thomas Krüger, Rainer Eppelmann und Christine Lieberknecht. Die Anwesenden hielten noch am Sozialismus fest, nicht aber an der DDR-Führung.

Ihr Robert Nehring
Chefredakteur ostdeutschland.info
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+++ L(Ost) and found +++

In den letzten beiden Wochen ist eine Vielzahl an bemerkenswerten Beiträgen zu Ostdeutschland erschienen. Unsere Auswahl: +++ Koalitionsverhandlungen mit dem BSW kommen voran, auch wenn es die beteiligten Parteien (inklusive BSW) fast zerreißt +++ Geburtenrückgang trifft Ostdeutschland besonders +++ Anne Hähnig: Ostdeutsche sind nicht nur Opfer +++ Aufbau des Wasserstoffkernnetzes in Ostdeutschland startet +++ VW hat Werke in Zwickau, Chemnitz und Dresden auf der Streichliste +++ In Brandenburg ist das Wohlbefinden am größten, die anderen neuen Bundesländer landen im BiB-Monitor Wohlbefinden dagegen auf den hinteren Rängen +++ Ikea will Millionen an DDR-Zwangsarbeiter zahlen +++ Manipulationsvorwurf: Ullstein-Verlag untersagt Vertrieb von Oschmann-Buch in Russland +++ Tom Schilling mordet auf Netflix achtsam +++ Sonderzug nach Pankow fährt nicht mehr zum „Oberindianer“ +++ Bautzen hat den „Bahnhof des Jahres“ +++ Dresdner Imker gewinnt für Werbung mit Böhmermann einen Preis +++ Vor 56 Jahren gewann Roland Matthes sein zweites Olympia-Gold +++ ZDF-Doku „#WTF - Ostdeutschland in Wessi-Hand“ und -Dokus „Das war die DDR“

Katja Bauer: Geschichte mitgestalten. Veränderung ist (m)eine Konstante

Katja Bauer: Geschichte mitgestalten. Veränderung ist (m)eine Konstante
Katja Bauer, Partnerin der i-potentials GmbH, ist eine wichtige Impulsgeberin für Ostdeutschland. Sie setzt sich ein für Vergewisserung, Verständigung und Versöhnung. Mit diesem Beitrag ist sie auch in dem Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland ...“ vertreten.

Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen

Denke ich an Ostdeutschland ...
Am 30. September 2024 ist der Sammelband „Denke ich an Ostdeutschland …“ erschienen. 60 Autorinnen und Autoren geben in ihren Beiträgen wertvolle Impulse für den Osten Deutschlands. Zu Wort kommen engagierte Personen und Unternehmen aus, in, vor allem aber für Ostdeutschland.

Ostbeauftragter: Gemeinsam feiern am 9. und 10. November

BZum 35. Jubiläum der friedlichen Revolution sind Ausstellungen, Open-Air-Veranstaltungen und Mitmachaktionen geplant. Bild: Christian Lue, Unsplash
Im Herbst jährt sich die friedliche Revolution von 1989 zum 35. Mal. Staatsminister Carsten Schneider, Beauftragter der Bundesregierung für Ostdeutschland, ruft zum gemeinsamen Feiern rund um den Tag des Mauerfalls auf.

DeZIM-Studie: Auswanderungspläne aufgrund des AfD-Aufstiegs

Welche Gefühle lösen die Pläne der Afd zur „Remigration“ in der Bevölkerung aus? Dieser und weiteren Fragen geht die DeZIM-Studie um Prof. Dr. Zajak nach. Abbildung: Tobias, Unsplash
Eine Kurzstudie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) zeigt, dass angesichts des AfD-Aufstiegs viele Menschen über Auswanderung aus Deutschland oder Wegzug aus ihrem Bundesland nachdenken. Die Folgen für Wirtschaft, Demokratie und Zusammenhalt wären vor allem in Ostdeutschland verheerend, warnen beteiligte Forscher.
Privatfotografie
NEUERSCHEINUNG: „…irgendwer hat immer fotografiert… Private Fotografie in Ostdeutschland 1980–2000" von Friedrich Tietjen/Marie Egger/Marit Lena Herrmann/Judith Riemer.

Wenn man durch private Fotoalben aus Ostdeutschland der Jahre 1980 bis 2000 blättert, ändern sich in diesem Zeitraum die Bilder kaum. Dass währenddessen ein Staat unterging, bleibt in den alltäglichen Bildern nahezu unsichtbar. unsichtbar.
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