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	<title>Redaktion, Autor bei ostdeutschland.info</title>
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	<description>Impulse für den Osten</description>
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	<title>Redaktion, Autor bei ostdeutschland.info</title>
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	<item>
		<title>Buchvorstellung: „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-carsten-gansel-ausradiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 May 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Beinahe über Nacht setzte mit der Wende die Demontage der ostdeutschen Literatur ein. Millionen Bücher verschwanden und wurden vernichtet. Carsten Gansel ist diesem Vorgang auf den Grund gegangen. Er zeigt Beispiele und Hintergründe.</p>
<p>BUCHTIPP:<br />
<img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft wp-image-9723" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/Gansel-Carsten-Ausradiert-2026.jpg" alt="Das Buchcover von Carsten Gansel: Ausradiert" width="280" height="446"><br />
Carsten Gansel: „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“, Reclam Verlag, Ditzingen 2026, 383 Seiten, 28 € (Hardcover mit Bildern).</p>
<p>Die Idee für das Buch entstand aus Tagungen und Diskussionen, die Gansel in den vergangenen [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-carsten-gansel-ausradiert/">Buchvorstellung: „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Beinahe über Nacht setzte mit der Wende die Demontage der ostdeutschen Literatur ein. Millionen Bücher verschwanden und wurden vernichtet. Carsten Gansel ist diesem Vorgang auf den Grund gegangen. Er zeigt Beispiele und Hintergründe.</p>
<p><span id="more-9469"></span></p>
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<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img decoding="async" class="alignleft wp-image-9723" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/Gansel-Carsten-Ausradiert-2026.jpg" alt="Das Buchcover von Carsten Gansel: Ausradiert" width="280" height="446"></p>
<p>Carsten Gansel: „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand“, Reclam Verlag, Ditzingen 2026, 383 Seiten, 28 € (Hardcover mit Bildern).</p></td>
</tr>
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</table>
<p>Die Idee für das Buch entstand aus Tagungen und Diskussionen, die Gansel in den vergangenen drei Jahrzehnten seit der Wende besuchte. Den entscheidenden Anstoß erhielt er vom Literaturagenten Thomas Schmoll, der ihn auf das Verschwinden der DDR-Literatur aufmerksam machte.</p>
<p>Gansel beschreibt in seinem Buch, wie ostdeutsche Literatur verschwand und welche persönlichen Schicksale damit verbunden waren. Er erzählt unter anderem vom Illustrator und Karikaturisten Thomas Schleusing, der in der DDR zu den gefragtesten Buchillustratoren gehörte. Nach dem Verschwinden der Ost-Verlage sollte er sich bei West-Verlagen bewerben, erhielt jedoch immer wieder Absagen. Mit dieser Situation kam er nicht zurecht und nahm sich 1993 das Leben. Ähnlich erging es dem Lyriker Manfred Streubel, dem Autor des „Lieds der jungen Naturforscher“. Nach 1990 wollte kein Verlag mehr seine Gedichte drucken, er lebte von Sozialhilfe und beging 1992 Suizid.</p>
<p>Darüber hinaus schildert Gansel, wie DDR-Literatur entsorgt wurde. Der westdeutsche Pfarrer Martin Weskott wurde durch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung darauf aufmerksam, dass tonnenweise Bücher aus DDR-Verlagen in stillgelegte Tagebaue gekippt wurden. In Thüringen fand er Werke von DDR-Autoren neben Büchern von Fjodor Dostojewski, Jaroslav Seifert und Heinrich Mann auf Müllhalden und begann, Literatur vor der Vernichtung zu retten.</p>
<p>Auch die Schließung von Dorfbibliotheken trug zur Vernichtung ostdeutscher Literatur bei. Gansel berichtet von einer Dorfbibliothek in Dieckhof bei Güstrow, die Anfang der 1990er-Jahre geschlossen wurde. Dort fand er zahlreiche DDR-Titel, die vor dem Mauerfall schon jeweils kurz nach Erscheinen vergriffen waren, darunter Christoph Heins „Der fremde Freund“. Gleichzeitig machten Volksbuchhandlungen Platz für westdeutsche Bestseller und schickten DDR-Literatur an die Verlage zurück. Dies führte zum Kollaps des Leipziger Kommissions- und Großbuchhandels und zur massenhaften Entsorgung von Büchern. Hinzu kam die Rolle der Treuhand: Rund 95 Prozent der DDR-Verlage gingen an westdeutsche Unternehmen. Der frühere Aufbau-Verlag-Manager René Strien erklärte, die finanzschwachen Ost-Verlage hätten juristisch keine Chance gegen westdeutsche Konkurrenten gehabt. Laut dem Verlagshistoriker Christoph Links blieben von einst 78 DDR-Verlagen nur noch acht übrig.</p>
<p>Gansel widmet sich auch den Hintergründen und den Konflikten zwischen Ost und West, die zur Demontage der DDR-Literatur führten. Dabei geht er auf Johannes R. Becher ein, den ersten Präsidenten des Kulturbundes, DDR-Kulturminister und Autor des Textes zur DDR-Nationalhymne. Anlass ist ein Bericht aus der „Märkischen Allgemeinen“ von März 2025, wonach Bechers Name von einem Kulturzentrum in Rathenow entfernt werden sollte. Gansel sieht darin den Versuch, einen Dichter aus ideologischen Gründen aus dem kulturellen Gedächtnis zu verdrängen. Obwohl er Bechers Rolle in der DDR kritisch bewertet, lehnt er es ab, dessen Werk ausschließlich auf die SED-Ideologie zu reduzieren.</p>
<p>Zur Verdeutlichung der Hintergründe befasst sich Gansel mit den unterschiedlichen Literaturgeschichten beider deutscher Staaten. Er zeigt etwa, dass Exilliteratur in der DDR kulturpolitisch gefördert wurde, während sie in der BRD lange wenig Beachtung fand. Zudem beschreibt er die unterschiedlichen Erinnerungskulturen und zentrale Einschnitte der DDR-Literaturgeschichte. Gansel thematisiert den Volksaufstand von 1953, den Mauerbau 1961, das 11. Plenum der SED 1965 sowie Wolf Biermanns Kölner Konzert 1976, dessen Folgen der Autor als Beginn des Endes der DDR bezeichnet. Außerdem beschreibt er die verschiedenen Entwicklungsphasen der DDR-Literatur und Konflikte wie das Verbot des „Rummelplatz“-Manuskripts von Werner Bräunig.</p>
<p>Gansel geht auch auf die westdeutsche Sicht auf die DDR-Literatur ein. Er beschreibt, wie Klischees und Vorurteile entstanden und wie sich der Literaturstreit von 1990 entwickelte, der durch Ulrich Greiners Rezension von Christa Wolfs „Was bleibt“ ausgelöst wurde. Anhand eines Beispiels der Autorin Terézia Mora verdeutlicht Gansel zudem die unterschiedlichen Erfahrungen von Ost- und Westdeutschen mit prägenden politischen Ereignissen, etwa dem Mauerfall. In einem Gespräch mit einem West-Autor hatte Mora den Mauerfall als biographisch historische Zäsur bezeichnet, während ihr Gegenüber keine vergleichbare Erfahrung machte und wenig Verständnis zeigte.</p>
<p>Carsten Gansel verdeutlicht in seinem Buch eindrucksvoll, warum der Osten den Westen bis in die Gegenwart oft als dominant und übergriffig wahrnimmt. Gleichzeitig erklärt er die unterschiedlichen Sichtweisen beider Literaturszenen, ohne die DDR-Literaturgeschichte unkritisch darzustellen. Sein Buch wirbt für eine neue Betrachtung der DDR-Literatur und ihre Rehabilitierung.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #5: Trügerische Sicherheit</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-5-truegerische-sicherheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 31. Mai findet der zweite Wahlgang zur Oberbürgermeisterwahl im ostsächsischen Görlitz statt. Mit ihr beschäftigt sich Julian Nejkow im fünften Teil seiner Kolumne, indem er mögliche Szenarien aufzeigt.</p>
<p><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 31. Mai findet der zweite Wahlgang zur Oberbürgermeisterwahl im ostsächsischen Görlitz statt. Mit ihr beschäftigt sich Julian Nejkow im fünften Teil seiner Kolumne, indem er mögliche Szenarien aufzeigt.</p>
<p><span id="more-9676"></span></p>
<div id="attachment_8046" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600"><p id="caption-attachment-8046" class="wp-caption-text">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser</p></div>
<p>Am 10. Mai 2026 ist in Görlitz gewählt worden. Die Wahl zum Oberbürgermeister stand an. Viele erinnern sich noch an das Spektakel von 2019, bei dem sogar Schauspieler aus Hollywood dazu aufriefen, nicht den Kandidaten der AfD, Sebastian Wippel, zu wählen. Diesmal legte sich der Staub deutlich schneller. Es geht langsam in die zweite Runde der Wahl, bei der von den einst vier Kandidaten die beiden Favoriten, Amtsinhaber Octavian Ursu (CDU) und Widersacher Sebastian Wippel gegeneinander antreten. Bei einer Wahlbeteiligung von gut 58 Prozent kam Ursu im ersten Wahlgang auf 49,1 Prozent und Sebastian Wippel auf 44,3 Prozent. Auf den ersten Blick eine klare Sache, doch einiges kann für den Amtsinhaber Ursu am 31. Mai in der zweiten Runde unangenehm werden.</p>
<p><strong>Szenario 1: Erinnerungen an 2019</strong></p>
<p>Im Jahr 2019 hatte Ursu den zweiten Wahlgang mit gut 55 zu 45 Prozent für sich entschieden. Im ersten Wahlgang lag Wippel noch gut sechs Prozent (36 Prozent) vorne. Mit dem Zurückziehen der sehr gut abschneidenden Grünenkandidatin Schubert (28 Prozent) und dem Aussprechen einer Wahlempfehlung für Ursu schienen die Dinge klar. In der Stichwahl entschied Ursu das Rennen bei sinkender Wahlbeteiligung für sich. Ein großes Fragezeichen aber blieb. Aus welchem Lager und Milieu konnte Wippel im zweiten Wahlgang 8,8 Prozent zulegen? Die sinkende Wahlbeteiligung allein kann es jedenfalls nicht erklären. Ursu muss also vor allem darauf achten, dass er seine Wähler mobilisiert bekommt, um das Ergebnis halten zu können.</p>
<p><strong>Szenario 2: Eine stark sinkende Wahlbeteiligung</strong></p>
<p>Die AfD hat bereits gezeigt, dass sie ihre Wählern mobilisieren kann. Sie zieht Stimmen aus dem Protestwählerlager, dem Nichtwählerlager und aus dem Wählerlager der etablierten Parteien an sich.</p>
<p>Wenn die Wahlbeteiligung sinkt, dann eher im bürgerlichen Lager. Schon drei bis vier Prozent weniger (2019 waren es beim zweiten Wahlgang drei Prozent weniger) können fatal für den Amtsinhaber sein. Ebenfalls unklar bleibt, wem sich die 6,5 Prozent der Wähler zuwenden, die auf die beiden anderen Bewerber entfallen sind. Der Weg von der Kandidatin der Linken zu Ursu oder gar Wippel scheint weit. Bei Hagen Jeschke (parteilos), als Einzelbewerber am ehesten noch der FDP nahe stehend, ist ebenso offen, wohin die Stimmen seiner Wählerschaft gehen.</p>
<p><strong>Szenario 3: Eine stark steigende Wahlbeteiligung&nbsp;</strong></p>
<p>Dieses Szenario gilt als unwahrscheinlich, weil der Wahlkampf für seine Tragweite und Bedeutung bisher auffallend ruhig ausgefallen ist. Weder aus der Bürgerschaft noch aus den Medien sind größere Aufrufe zustande gekommen. Im Netz ist es derweil ziemlich robust bis ruppig zugegangen.</p>
<p>Von einer steigenden Wahlbeteiligung können indes beide profitieren. Ursu, wenn er es schafft, die bürgerliche Mitte zu mobilisieren, und Wippel, wenn er genau jene mobilisiert, die die bürgerliche Mitte mittlerweile ablehnen.</p>
<p>Wie gewonnen, so zerronnen.</p>
<p>Die nächsten Tage bleiben also spannend in Görlitz. Entschieden ist noch nichts und einmal mehr gilt der alte Gassenhauer: „Jede Stimme zählt.“ Das war schon 2019 so und gilt diesmal verschärft.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8127" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow_Hoellenjahre.jpg" alt width="200" height="284">Julian Nejkow: „Höllenjahre – von jetzt auf gleich”, epubli, Berlin 2024, 336 Seiten, 19,90 € (Softcover).</p>
<p>Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.Ölbart.de" target="_blank" rel="noopener">Ölbart.de</a>.</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Das MACHN-Festival geht in die fünfte Runde</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/zusammenmachn-das-machn-festival-geht-in-die-fuenfte-runde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=9551</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am 3. und 4. Juni 2026 findet Mitteldeutschlands größtes Business-Festival, das MACHN, zum fünften Mal statt. Veranstaltungsort ist das Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. ostdeutschland.info ist Medienpartner.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9553" class="wp-image-9553" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/4-Business-Backstein-Breakthrough.jpg" alt="Das MACHN findet am 3. und 4. Juni traditionell auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei statt. Abbildung: MACHN" width="450" height="563">Das MACHN findet am 3. und 4. Juni erneut auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei statt. Abbildung: MACHN<br />
Zwei Tage, über 70 Speakerinnen und Speaker aus Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Kreativszene: [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/zusammenmachn-das-machn-festival-geht-in-die-fuenfte-runde/">Das MACHN-Festival geht in die fünfte Runde</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. und 4. Juni 2026 findet Mitteldeutschlands größtes Business-Festival, das MACHN, zum fünften Mal statt. Veranstaltungsort ist das Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei. ostdeutschland.info ist Medienpartner.</p>
<p><span id="more-9551"></span></p>
<div id="attachment_9553" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9553" class="wp-image-9553" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/4-Business-Backstein-Breakthrough.jpg" alt="Das MACHN findet am 3. und 4. Juni traditionell auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei statt. Abbildung: MACHN" width="450" height="563"><p id="caption-attachment-9553" class="wp-caption-text">Das MACHN findet am 3. und 4. Juni erneut auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei statt. Abbildung: MACHN</p></div>
<p>Zwei Tage, über 70 Speakerinnen und Speaker aus Wirtschaft, Technologie, Wissenschaft und Kreativszene: Das <a href="https://machn-festival.de?utm_source=Out-of-Home&amp;utm_medium=mediapartner&amp;utm_campaign=Website&amp;utm_content=ostdeutschland-info">MACHN</a> ist ein Business-Festival für Menschen, die Transformation in Unternehmen und Gesellschaft in Ostdeutschland aktiv gestalten wollen. Die fünfte Ausgabe des Festivals steht unter dem Motto #zusammenMACHN: interdisziplinärer Austausch auf Augenhöhe, Weiterbildung für Angestellte, Selbstständige sowie Unternehmerinnen und Unternehmer.</p>
<h2><span class="title-bg">Internationalere Ausrichtung</span></h2>
<p>In diesem Jahr soll das Festival noch <a href="https://ostdeutschland.info/das-machn-wird-internationaler-interview-mit-marco-weicholdt/">internationaler</a> werden. Sichtbar wird das am Line-up. Zu den Speakern werden unter anderem Dr. Anastasia Kärklina Gabriel (Cultural Intelligence Advisor, ex Reddit), Udbhav Tiwari (VP Strategy &amp; Global Affairs, Signal), Eryka Wykes-Sneyd (Global CMO, ex-adidas Originals) und Stina Ehrensvärd (Founder, Yubico) gehören.</p>
<p>Wie in jedem Jahr findet auch 2026 ein Entertainment-Programm auf dem MACHN statt: Es gibt wieder ein ganztägiges Live-Musik-Line-up mit regionalen Bands. Die ansässigen Galerien auf der Spinnerei bieten Führungen durch die Ausstellungen an. Damit hat das MACHN auch einen eigenen Art-Track. Am 3. Juni wird abends ein IT-Slam, der „<a href="https://machn-festival.de/dslam-der-it-slam/">DSLAM</a>“ ausgetragen: ein Slam-Format, bei dem Experten aus der Branche über IT, Digitalisierung, KI, Datenschutz und Cyber-Security sprechen.</p>
<div id="attachment_9554" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9554" class="wp-image-9554" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/MORPHEUS©Anne-Schwerin.jpg" alt="Auch für passende Musik ist beim diesjährigen Business-Festival wieder gesorgt. An beiden Tagen spielen DJs und lokale Newcomer Bands. Abbildung: Anne Schwerin" width="600" height="400"><p id="caption-attachment-9554" class="wp-caption-text">Auch für passende Musik ist beim diesjährigen MACHN wieder gesorgt. An beiden Tagen spielen DJs und lokale Newcomer-Bands. Abbildung: Anne Schwerin</p></div>
<p>Künstliche Intelligenz ist bei der diesjährigen MACHN-Ausgabe das dominierende Thema auf allen Bühnen, in Workshops und im KI-Barcamp. Dabei geht es nicht um Zukunftsversprechen, sondern um handfeste Fragen: Was verändert KI heute schon im Mittelstand? Welche Tools helfen, welche überfordern? Und wer trifft eigentlich die Entscheidungen, wenn Maschinen mitentscheiden?</p>
<h2><span class="title-bg">Robert Habeck als Gast</span></h2>
<p>Ein prominenter Gast wird das MACHN besuchen. Der ehemalige Vizekanzler und Ex-Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kommt nicht als Politiker, sondern als Denker für Transformation, Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Das MACHN26 wird ihm eine Frage stellen, die Unternehmen, Führungskräfte, Gründerinnen und Gründer täglich beschäftigt: Wie gelingt Lust auf Veränderung – und wie nimmt man Menschen dabei mit?</p>
<h2><span class="title-bg">Neu in diesem Jahr</span></h2>
<p>Neu auf dem MACHN ist dieses Jahr die GWA-Marketing Stage: Eine eigene Bühne für die Marketing-Community, kuratiert vom Bundesverband der Werbeagenturen GWA und seinen führenden Mitgliedern. Hier geht es um die Fragen, die die Branche gerade wirklich beschäftigen: Wie verändert KI das Kreativgeschäft? Was bleibt Menschenarbeit, was nicht? Und wie bauen Marken in einem fragmentierten Medienumfeld noch echte Relevanz auf?</p>
<div id="attachment_9555" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9555" class="wp-image-9555" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/Creative-Stage©Anne-Schwerin.jpg" alt="Eine Premiere soll bei der fünften Ausgabe das KI-Barcamp sein. Die Festivalteilnehmer gestalten Sessions gemeinsam und es soll kein Podium von oben herab geben. Motto: Mehr Austausch statt Vortrag. Abbildung: Anne Schwerin" width="600" height="400"><p id="caption-attachment-9555" class="wp-caption-text">Eine Premiere soll bei der fünften Ausgabe das KI-Barcamp sein. Die Festivalteilnehmer gestalten Sessions gemeinsam und es soll kein Podium von oben herab geben. Motto: Mehr Austausch statt Vortrag. Abbildung: Anne Schwerin</p></div>
<p>Eine Premiere wird auch das KI-Barcamp sein. Es ist das partizipativste Format des Festivals: kein festes Programm, kein Podium von oben herab – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestalten die Sessions gemeinsam und in Echtzeit. Austausch statt Vortrag.</p>
<p>ostdeutschland.info ist Medienpartner der Veranstaltung, die sich sowohl an Gründer, Unternehmer, Studierende und Kreative als auch an Politiker und Wissenschaftler richtet. Für Vereine und gemeinnützige Organisationen gibt es spezielle Angebote. Tickets sind auf der <a href="https://machn-festival.de/hier-gibts-tickets/?utm_source=Sonstiges&amp;utm_medium=pressemitteilung&amp;utm_campaign=Ticket&amp;utm_content=ticket_link">offiziellen Website</a> erhältlich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>VORSPRUNG 2026: Sechs ostdeutsche Unternehmen ausgezeichnet</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/vorsprung-2026-diese-sechs-unternehmen-stehen-fuer-ostdeutschlands-wirtschaftskraft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 May 2026 09:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sechs Unternehmen wurden am 5. Mai mit dem Wirtschaftspreis des Ostdeutschen Wirtschaftsforums „VORSPRUNG“ ausgezeichnet. Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, würdigte die Preisträger im Bundesministerium für Finanzen in Berlin.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9523" class="wp-image-9523" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT029.jpg" alt="Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser mit dem CEO der Ucaneo GmbH, Florian Tiller und dem Präsidenten des Ostdeutschen Wirtschaftsforums, Frank Nehring. Kaiser zeigt eine Urkunde zur Preisverleihung. Neben ihr hält Tiller einen Sammelband „Denk ich an Ostdeutschland“ der Prima Vier Nehring Verlag [...]
</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Unternehmen wurden am 5. Mai mit dem Wirtschaftspreis des Ostdeutschen Wirtschaftsforums „VORSPRUNG“ ausgezeichnet. Elisabeth Kaiser, Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, würdigte die Preisträger im Bundesministerium für Finanzen in Berlin.</p>
<p><span id="more-9513"></span></p>
<div id="attachment_9523" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9523" class="wp-image-9523" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT029.jpg" alt="Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser mit dem CEO der Ucaneo GmbH, Florian Tiller und dem Präsidenten des Ostdeutschen Wirtschaftsforums, Frank Nehring. Kaiser zeigt eine Urkunde zur Preisverleihung. Neben ihr hält Tiller einen Sammelband „Denk ich an Ostdeutschland“ der Prima Vier Nehring Verlag GmbH in der Hand. Abbildung: Thomas Koehler" width="600" height="401"><p id="caption-attachment-9523" class="wp-caption-text">Die Ostbeauftragte der Bundesregierung Elisabeth Kaiser mit dem CEO der Ucaneo GmbH Florian Tiller und dem Gründer des Ostdeutschen Wirtschaftsforums Frank Nehring. Abbildung: Thomas Koehler</p></div>
<p>Der Wirtschaftspreis prämiert Unternehmen, die durch Innovationskraft, Zukunftsorientierung und nachhaltiges Wachstum überzeugen und damit beispielhaft für die wirtschaftliche Transformation in Ostdeutschland stehen. Die Auszeichnung wird jährlich im Vorfeld des <a href="https://ostdeutscheswirtschaftsforum.de/">Ostdeutschen Wirtschaftsforums</a> (OWF) verliehen, das in diesem Jahr vom 31. Mai bis 2. Juni in Bad Saarow unter dem Motto „Eine neue (Un)Ordnung“ stattfindet.</p>
<div id="attachment_9514" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9514" class="wp-image-9514" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT039.jpg" alt="Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Elisabeth Kaiser (vorne links) und der Präsident des Ostdeutschen Wirtschaftsforums, Frank Nehring (Zweiter von vorne rechts) mit den Preisträgern und Teilnehmern der Preisverleihung. Abbildung: Thomas Koehler" width="600" height="499"><p id="caption-attachment-9514" class="wp-caption-text">Die Preisträger von VORSPRUNG 2026 im Bundesfinanzministerium. Abbildung: Thomas Koehler</p></div>
<p>Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.ucaneo.com/">Ucaneo Biotech GmbH</a> (Berlin, Berlin)</li>
<li><a href="https://pyro-power.com/">Pyropower GmbH</a> (Cottbus, Brandenburg)</li>
<li><a href="https://www.vowalon.eu/">Vowalon Beschichtung GmbH</a> (Treuen, Sachsen)</li>
<li><a href="https://periotrap.com/">Periotrap Pharmaceuticals GmbH</a> (Halle (Saale), Sachsen-Anhalt)</li>
<li><a href="https://qo-jena.com/">Quantum Optics Jena GmbH</a> (Jena, Thüringen)</li>
<li><a href="https://solar-materials.com/">Solar Materials GmbH</a> (Magdeburg, Sachsen-Anhalt) – Start-up-Sonderpreis</li>
</ul>
<div id="attachment_9516" style="width: 460px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9516" class="wp-image-9516" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT017.jpg" alt="Die Ostbeauftragte der Bundesregierung würdigte die Preisträger und erklärte, dass die Preisträgerauswahl aus unterschiedlichen Branchen zeige, welche vielfältigen Potenziale in der ostdeutschen Wirtschaft stecken. Abbildung: Thomas Koehler" width="450" height="736"><p id="caption-attachment-9516" class="wp-caption-text">Die Ostbeauftragte der Bundesregierung würdigte die Preisträger. Die Auswahl zeige, welche vielfältigen Potenziale in der ostdeutschen Wirtschaft stecken. Abbildung: Thomas Koehler</p></div>
<p>Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, sagte zur Verleihung: „Es ist mir eine große Freude, heute die Auszeichnungen des Wirtschaftspreises VORSPRUNG an herausragende Unternehmenspersönlichkeiten zu überreichen. Jährlich werden mit diesem Preis Unternehmerpersönlichkeiten geehrt, die durch ihre Visionen und ihr Engagement Maßstäbe setzen und unsere Wirtschaft prägen. Erfolg in unserer Wirtschaft hat viele Gesichter. Die von einer unabhängigen Jury ausgewählten Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und zeigen, welche vielfältigen Potenziale in der ostdeutschen Wirtschaft stecken. Ich danke allen Preisträgern für ihre inspirierenden Leistungen und bin gespannt auf die weiteren Entwicklungen in unserer dynamischen Wirtschaft.“</p>
<p>Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie e.V. (<a href="https://bdi.eu/de">BDI</a>) und Geschäftsführer der <a href="https://land-der-ideen.de/">Land der Ideen Management GmbH</a>, erklärte: „Die Preisträger des VORSPRUNG 2026 zeigen, wie Zukunft in Ostdeutschland entsteht: innovativ, unternehmerisch und international anschlussfähig. Sie stehen für technologischen Fortschritt und neue Wertschöpfung und zeigen damit eindrucksvoll auf, welches Potenzial im Wirtschaftsstandort Ostdeutschland steckt.“</p>
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                <li style="display: block; width: 100%;" class="slide-9527 ms-image " aria-roledescription="slide" data-date="2026-05-06 12:27:56" data-filename="260505_KBMF_PHT031.jpg" data-slide-type="image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="704" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT031.jpg" class="slider-9525 slide-9527 msDefaultImage" alt="Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Pyropower GmbH. Abbildung Thomas Koehler" rel title="Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Pyropower GmbH. Abbildung Thomas Koehler"><div class="caption-wrap"><div class="caption"><div>Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Pyropower GmbH. Abbildung: Thomas Koehler</div></div></div></li>
                <li style="display: none; width: 100%;" class="slide-9529 ms-image " aria-roledescription="slide" data-date="2026-05-06 12:30:05" data-filename="260505_KBMF_PHT033.jpg" data-slide-type="image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="731" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT033.jpg" class="slider-9525 slide-9529 msDefaultImage" alt="Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Periotrap Pharmaceuticals GmbH. Abbildung: Thomas Koehler" rel title="Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Periotrap Pharmaceuticals GmbH.  Abbildung: Thomas Koehler"><div class="caption-wrap"><div class="caption"><div>Elisabeth Kaiser mit Vertretern der Periotrap Pharmaceuticals GmbH. Abbildung: Thomas Koehler</div></div></div></li>
                <li style="display: none; width: 100%;" class="slide-9531 ms-image " aria-roledescription="slide" data-date="2026-05-06 12:31:17" data-filename="260505_KBMF_PHT035.jpg" data-slide-type="image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="685" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/05/260505_KBMF_PHT035.jpg" class="slider-9525 slide-9531 msDefaultImage" alt="Die Ostbeauftragte mit Repräsentanten der Quantum Optics Jena GmbH. Abbildung: Thomas Koehler" rel title="Die Ostbeauftragte mit Repräsentanten der Quantum Optics Jena GmbH. Abbildung: Thomas Koehler"><div class="caption-wrap"><div class="caption"><div>Die Ostbeauftragte mit Repräsentanten der Quantum Optics Jena GmbH. Abbildung: Thomas Koehler</div></div></div></li>
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		<title>Im Osten nichts Neues #10: NieWiederLinksistJetzt</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/im-osten-nichts-neues-10-niewiederlinksistjetzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daniel Heidrich wagt im zehnten Teil seiner Kolumne einen ostdeutschen Blick auf die aus seiner Sicht zunehmende Radikalisierung der politischen Linken in Westdeutschland. Freunde werden die beiden wohl nicht mehr.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3958" class="wp-image-3958" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2024/12/Template_Im_Osten_nichts_Neues_grau_gross.png" alt="Daniel Heidrich wurde 1975 in Berlin-Köpenick geboren. Er ist ein erfolgreicher und meinungsstarker ostdeutscher Unternehmer. ebk-gruppe.com" width="495" height="501">Daniel Heidrich wurde 1975 in Berlin-Köpenick geboren. Er ist ein erfolgreicher und meinungsstarker ostdeutscher Unternehmer. <a href="https://www.ebk-gruppe.com/">ebk-gruppe.com</a><br />
„Um eine Antwort […] zu finden, schlage ich vor, die fortschrittliche Linke [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Daniel Heidrich wagt im zehnten Teil seiner Kolumne einen ostdeutschen Blick auf die aus seiner Sicht zunehmende Radikalisierung der politischen Linken in Westdeutschland. Freunde werden die beiden wohl nicht mehr.</p>
<p><span id="more-9488"></span></p>
<div id="attachment_3958" style="width: 505px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3958" class="wp-image-3958" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2024/12/Template_Im_Osten_nichts_Neues_grau_gross.png" alt="Daniel Heidrich wurde 1975 in Berlin-Köpenick geboren. Er ist ein erfolgreicher und meinungsstarker ostdeutscher Unternehmer. ebk-gruppe.com" width="495" height="501"><p id="caption-attachment-3958" class="wp-caption-text">Daniel Heidrich wurde 1975 in Berlin-Köpenick geboren. Er ist ein erfolgreicher und meinungsstarker ostdeutscher Unternehmer. <a href="https://www.ebk-gruppe.com/">ebk-gruppe.com</a></p></div>
<p>„Um eine Antwort […] zu finden, schlage ich vor, die fortschrittliche Linke wie einen exotischen Stamm zu behandeln, dessen Erzählungen und Mythen zur Erklärung der Welt dem Glauben näherstehen als der Analyse.“ (Eva Illouz – linke Soziologin und Intellektuelle, in ihrem Buch „Der 8. Oktober. Über die Ursprünge des neuen Antisemitismus“, 2025).</p>
<p>Die Linke als Bewegung hat im Osten Deutschlands und in Osteuropa aufgehört zu existieren. Die Veränderung der Demokratie und damit ihre vermeintliche Rettung kommt aus dem rechtskonservativen Lager. Polen und Ungarn erkämpfen sich gerade einen Weg zurück nach Europa. Es geht um nichts weniger, als Demokratie vs. Autokratie. Dieser Weg zurück ins Demokratische wird durch „Rechte“ angeführt und gewonnen.</p>
<p>Ich will nicht rechts sein. Zu sehr hängen mir die Baseballschlägerjahre nach. Meine verletzten Freunde, meine Flucht vor den Jungs mit den Bomberjacken und den Messern. Sie alle waren rechts. Nun kann ich auch nicht mehr links sein. Ein „sich tugendhaft gebender Hass“ gegen alles, was nicht in die progressive Bubble passt, überfordert meinen Intellekt. Ich glaube, gerade als Ostdeutscher stehe ich diesem Tugendfuror eines absolut geschlossenen Weltbildes angewidert gegenüber. Ich kann die ganzen Widersprüche nicht mehr ertragen.</p>
<p>„Dabei wird der Genozid nicht als Folge einer konkreten Regierung in Israel bewertet, sondern als notwendige Konsequenz der zionistischen Ideologie. […] Und genau das ist jetzt nicht mehr nur die Position von irgendwelchen […] Aktivistii, das ist die Position von Die Linke Niedersachsen. […] Hoch die Internationale!“ (Mitglieder von Die Linke Niedersachsen auf Instagram).</p>
<p>Ein junger Mann aus Westdeutschland, nennen wir ihn Lasse, argumentiert, dass der Zionismus die Ursache allen Übels im Nahen Osten sei. Lasse sagt, dass Völkermord und Kriegsverbrechen in der Natur der Idee liegen, dass Juden einen eigenen Staat brauchen. Lasses Urgroßvater lebte unter Antisemiten. Ach, was soll die ganze Vorsicht: Er war mit ziemlicher Sicherheit Antisemit und fand die Idee des Zionismus super. Baldur von Schirach sprach im Namen von Lasses Großvater, dass er noch mit einer Kapelle kommen würde, wenn die Juden Deutschland endlich verlassen würden. Jetzt war es so, dass einige Juden das taten, was Schirach wollte, und andere nicht. Darüber war Lasses Großvater so erbost, dass er half, sechs Millionen von den Dagebliebenen zu töten. Daraufhin folgten die Überlebenden der „Zionistischen Ideologie“ und verließen Deutschland nach dem Krieg. Diese Flucht ist für Lasse die Ursache für Völkermord und Kriegsverbrechen. Lasses Großvater war Antisemit, aber bestimmt kein Antizionist. Heute ist Lasse kein Antisemit, aber stolzer Antizionist. Er hasst ziemlich sicher auch Deutschland, aber das ist eine andere Geschichte, und Geschichte ist nicht seine Stärke.</p>
<p>Die Radikalisierung der Westdeutschen nimmt dramatische Formen an:&nbsp;„Ich will, dass Christian Ulmen und allen anderen Täter an ihren großen Zehen auf den Marktplätzen dieser Nation aufgehangen und öffentlich kastriert werden. […] Wer noch das Wort Unschuldsvermutung verwendet, soll mit dem Wort ‚Täterschützer‘ auf der Stirn zwangstätowiert werden.“ (Leonie Plaar, linke Influencerin aus Osnabrück in einem Video auf Instagram).</p>
<p>„Ob es Beweise für die behaupteten Vergewaltigungen israelischer Frauen gibt oder nicht, o. k., wenn es Beweise gibt, dann werden wir das beklagen […] aber wir wollen diese Beweise sehen und wir wollen wissen, ob es stimmt.“ (Judith Butler). Judith Butler ist eine queer-feministische Ikone. Sie lehrt an der University of California, Berkeley. &nbsp;Diese Aussage tätigte sie am 3. März 2024! Lange nachdem Videos und Fakten des 7. Oktober 2023 auf dem Tisch lagen. Harte Queer-Feminist:innen sagen eigentlich immer: „Glaubt den Frauen, nicht den Männern. Männer sind schuldig, weil sie Männer sind.“ Es sei denn … die Frauen sind Jüdinnen. Der Antizionismus ist, wie Eva Illouz gut beschrieb, jetzt „die intellektuell respektable Form des Antisemitismus“. Er ist in der „Westlinken“ tief verankert und bricht sich nun ganz offen Bahn.</p>
<p>Links zu sein bedeutete für mich, fortschrittlich zu sein. Die linke Idee des dialektischen Prozesses von These, Antithese und Synthese ist meine Idee des Streits. Nur ist sie nicht mehr die Idee derer, die sich heute als links bezeichnen. Heute bedeutet links zu sein vor allem, alle anderen für blöd und ungebildet zu erklären. Ich habe jetzt aufgehört, links zu sein. Nicht, weil ich linke Ideen ablehne, sondern weil ich einfach nicht so sein will wie diese „Linken“. Auf Linkedin hat Mirko Lange, ein Influencer, den Trust-Score erfunden. Das Ziel besteht darin, Aussagen daraufhin zu untersuchen, ob sie richtig gesagt wurden. Bewertet wird in A, B, C, D. Er nennt es Democracy Intelligence. Im Englischen bedeutet Intelligence aber auch Geheimdienst. Er begründet also ein digitales Wahrheitsministerium zur Rettung der Demokratie. Gewissheit und Autorität gehen mit einer Illusion der Gültigkeit einher (vg. Kahneman und Illouz).</p>
<p>Dieses betreute Denken ist viel näher an einer Diktatur als irgendwelche rechten Influencer, die alles raushauen, was ihrem ungebildeten Kleinhirn entspringt. Hat man ein Problem mit der Migration oder dem Stadtbild, dann ist man einfach nur das Opfer einer rechten Kampagne. Auseinandersetzung erledigt. Der Aufstand der „Anständigen“ endet mit einem kurzen: „Halts Maul, du Rassist.“</p>
<p>„Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Absichten.“ (Bernhard von Clairvaux). Ich kann all die guten Absichten des Linksseins immer noch sehen. Ich weiß aber auch, dass viele linke Ideen aus der Sowjetunion kamen. Ich weiß ebenfalls, dass die westdeutsche Linke 1968 tief ins Innere des Totalitären geblickt hat. Das marxistisch-leninistische Menschenbild ist das des Proletariers, der mit Bildung zur Erkenntnis erzogen werden kann. Entwickelte er aus dieser Bildung heraus Zweifel und eine eigene Meinung, wurde er als Erstes agitiert, dann niedergebrüllt, dann als Wegbereiter des Faschismus bezeichnet. „Komm nicht vom Wege ab, Genosse!“ Der Knüller am Marxismus-Leninismus war aber auch, dass alles mit wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet wurde. Follow the Science, ansonsten bist du ein Faschist.</p>
<p>Und so führt Lasses linke Idee direkt in eine Diktatur der „Anständigen“. Lasse ist sogar bereit, die größten Menschenfeinde zu unterstützen, wenn es gegen den Imperialismus geht.</p>
<p>Ich mache mir nichts vor. Kommen die hartgesottenen Rechtsradikalen an die Schaltstellen der Macht, ist das das Ende unseres demokratischen Miteinanders. Lassen wir jedoch die westdeutschen Linken die soziale Gerechtigkeit einführen, führt der Weg direkt in das Umerziehungslager. Mit einem Unterschied: Der Trust-Score würde ständig grün leuchten und wir hätten ein besseres Gefühl dabei.</p>
<p>Ein gutes Gefühl bei der Umerziehung wäre im Osten … nichts Neues</p>
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		<title>Buchvorstellung: „Sanditz“ von Lukas Rietzschel</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-sanditz-von-lukas-rietzschel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 May 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Sehnsucht nach individueller Freiheit und Zugehörigkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl unter vielen Ostdeutschen. Diese Gefühlslage ist auch Thema in Lukas Rietzschels Roman „Sanditz“. Der Autor stellt am Beispiel einer Kleinstadt verschiedene prägende Erfahrungen dar und entführt die Leserschaft in ein spannendes Zeitpanorama.</p>
<p>BUCHTIPP:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9162 alignleft" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/03/rietzschel_sanditz_cover.jpg" alt width="280" height="452"><br />
Lukas Rietzschel: „Sanditz“, dtv Verlag, München 2026, 480 Seiten, 26 € (Hardcover).</p>
<p>Sanditz ist eine fiktive Kleinstadt in der Oberlausitz, am Rande der Republik gelegen. Früher prägte der Qualm [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-sanditz-von-lukas-rietzschel/">Buchvorstellung: „Sanditz“ von Lukas Rietzschel</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sehnsucht nach individueller Freiheit und Zugehörigkeit ist ein weit verbreitetes Gefühl unter vielen Ostdeutschen. Diese Gefühlslage ist auch Thema in Lukas Rietzschels Roman „Sanditz“. Der Autor stellt am Beispiel einer Kleinstadt verschiedene prägende Erfahrungen dar und entführt die Leserschaft in ein spannendes Zeitpanorama.</p>
<p><span id="more-9427"></span></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9162 alignleft" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/03/rietzschel_sanditz_cover.jpg" alt width="280" height="452"></p>
<p>Lukas Rietzschel: „Sanditz“, dtv Verlag, München 2026, 480 Seiten, 26 € (Hardcover).</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Sanditz ist eine fiktive Kleinstadt in der Oberlausitz, am Rande der Republik gelegen. Früher prägte der Qualm aus den Schloten des Flachglaswerks das Stadtbild, heute sind es die gefluteten Tagebaue. Die Familie Wenzel/Moschnik hat diese Wandlung durch unterschiedliche Zeiten miterlebt. Sie besteht aus Dirk Wenzel und Marion Wenzel mit ihren Eltern Erika und Norbert sowie Marions Ehemann Roland Moschnik und den Zwillingen Tom und Maria. Die Familienmitglieder sind die Hauptprotagonisten in Rietzschels Roman. In zwei unterschiedlichen Erzählsträngen nimmt Rietzschel die Leser mit auf eine Reise in eine typische ostdeutsche Kleinstadt und in die Gefühlslage und den Alltag der Menschen vor Ort.</p>
<p>Ein Erzählstrang beginnt im Corona-Winter 2021: Tom ist überzeugter Impfgegner und kapselt sich Stück für Stück von seiner Familie ab. Der Lockdown belastet ihn und er sehnt sich nach der fehlenden Freiheit. Da seine Mutter sich streng an die Vorgaben hält, feiert Tom Weihnachten nicht mit der Familie. Seine Freizeit verbringt er in Telegram-Chats mit Impfgegnern. Der Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 weckt in Tom das Gefühl, nach individueller Freiheit in der Ukraine suchen zu müssen, und er widmet sich Chats mit Pro-Ukraine-Aktivisten. Tom entschließt sich dazu, selbst in die Ukraine zu gehen und die ukrainischen Streitkräfte zu unterstützen, im Glauben, so ein Zugehörigkeits- und Freiheitsgefühl zu finden. Kurz vor seiner Abreise kehrt er zur Familie zurück, ohne diese über seinen Entschluss zu informieren. Als seine Zwillingsschwester Maria und sein Onkel Dirk ahnen, was Tom vorhat, ist es zu spät, um ihn abzuhalten.</p>
<p>Während Tom sich in Telegram-Chats die Zeit vertreibt, versucht Maria, sich langsam wieder in ihrer alten Umgebung von Sanditz zurechtzufinden. Für ein Studium war sie nach Kassel gezogen, kam in Westdeutschland aber nie richtig an. Die Diskussionen mit Westdeutschen strengten Maria so sehr an, dass sie sich unter falschem Namen als „Mandy aus Sachsen“ vorstellte. Zurück in Sanditz muss sie aber merken, dass sich ihre Heimat, ihr Umfeld und auch sie selbst verändert haben.</p>
<p>Marias Onkel Dirk lernt nach dem Tod von Mutter Erika 2021 das Leben allein kennen. Er beginnt, sich Menschen mehr zu öffnen, und schläft zum ersten Mal mit einer Frau. Vor Erikas Tod führte Dirk ein Einzelgängerleben. Er war fasziniert von Elektronik, brachte Digitalkameras in die Wohnung, überwachte seine Mutter und spionierte Nachbarn aus.</p>
<p>Der zweite Erzählstrang beginnt im Jahr 1978 in der DDR. Der Bauarbeiter Roland Moschnik lernt durch einen Zufall den Lebenskünstler Achim kennen. Aus Skepsis wird mit der Zeit Wertschätzung und Roland fühlt sich zu Achim hingezogen. Trotz seiner Gefühle entschließt er sich dazu, Marion zu heiraten. Der Kontakt zwischen Roland und Achim bleibt intensiv und es entwickelt sich eine Verbundenheit auf Lebenszeit. So erlebt Roland mit Achim, Marion und anderen Sanditzern, wie 1989 als Resultat der friedlichen Demonstrationen von ihnen und anderen Bürgern das Ende des DDR-Systems eingeläutet wird. Sie sind bei der Besetzung der örtlichen Stasi-Zentrale dabei, als Roland entdeckt, wie ein Mann über Jahre seine Ehefrau bespitzelt hat. Nach der Wende ackert Roland auf einer Baustelle in Westdeutschland und sucht vergeblich nach Anerkennung für den Mut, den Achim, er und andere Sanditzer 1989 hatten.</p>
<p>Mit „Sanditz“ schafft Lukas Rietzschel ein Porträt seiner Heimat, der Oberlausitz, sowie der Lebensgeschichte von Ostdeutschen über verschiedene Zeiträume hinweg. Dabei gelingt es ihm, die verschiedenen Zeitabschnitte – Leben in der DDR, Ende der DDR, Wendezeit, Pandemiezeit und Ukrainekrieg – zu einem Ganzen zu formen. Besonders beeindruckend ist, wie Rietzschel, der 1994 nach dem Ende der DDR geboren wurde, den DDR-Alltag fantasievoll wiedergibt. Durch die unterschiedlichen Erzählstränge gelingt es ihm, eine Nähe zu den Protagonisten aufzubauen und gleichzeitig wieder Abstand zu gewinnen. Die Authentizität, die durch detaillierte Beschreibungen von Landschaft und Alltag sowie einen guten Spannungsaufbau entsteht, macht aus „Sanditz“ einen Roman mit Suchtpotenzial.</p>
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		<title>Veranstaltungsreihe zu „Heimat Ostdeutschland“ startet</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/veranstaltungsreihe-zu-heimat-ostdeutschland-startet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 10:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am 29. April 2026 startet im thüringischen Greiz die Veranstaltungsreihe „Ist das noch/schon mein Land? Heimat Ostdeutschland“ vom PEN Berlin. Die Dialogreihe wird von der Ostbeauftragten der Bundesregierung gefördert.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9460" class="wp-image-9460" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/26.04.23.-Heimatreihe_Uebersicht_Extraausgabe-Ost.jpg" alt="Die Extraausgabe der Veranstaltungsreihe findet in Greiz, Neuruppin und Görlitz statt. Abbildung: Scholz &#38; Friends/PEN Berlin" width="600" height="400">Die Extraausgabe der Veranstaltungsreihe findet in Greiz, Neuruppin und Görlitz statt. Abbildung: Scholz &#38; Friends/PEN Berlin<br />
In dem Projekt vom <a href="https://penberlin.de/">PEN Berlin</a> werden in 20 Veranstaltungen in allen ostdeutschen [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/veranstaltungsreihe-zu-heimat-ostdeutschland-startet/">Veranstaltungsreihe zu „Heimat Ostdeutschland“ startet</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29. April 2026 startet im thüringischen Greiz die Veranstaltungsreihe „Ist das noch/schon mein Land? Heimat Ostdeutschland“ vom PEN Berlin. Die Dialogreihe wird von der Ostbeauftragten der Bundesregierung gefördert.</p>
<p><span id="more-9459"></span></p>
<div id="attachment_9460" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9460" class="wp-image-9460" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/26.04.23.-Heimatreihe_Uebersicht_Extraausgabe-Ost.jpg" alt="Die Extraausgabe der Veranstaltungsreihe findet in Greiz, Neuruppin und Görlitz statt. Abbildung: Scholz &amp; Friends/PEN Berlin" width="600" height="400"><p id="caption-attachment-9460" class="wp-caption-text">Die Extraausgabe der Veranstaltungsreihe findet in Greiz, Neuruppin und Görlitz statt. Abbildung: Scholz &amp; Friends/PEN Berlin</p></div>
<p>In dem Projekt vom <a href="https://penberlin.de/">PEN Berlin</a> werden in 20 Veranstaltungen in allen ostdeutschen Bundesländern die Menschen vor Ort über Heimat sprechen, um sich offen über politische Bewertungen, Identitätsfragen und -zuschreibungen in gesellschaftlichen Debatten auszutauschen. Ein Gespräch über Heimat kann dazu führen, dass schwierige Themen wie beispielsweise die Sorge vor der Überforderung des Staates durch Flüchtlinge, vor einer Verschlechterung der Wirtschaftslage, vor Extremismus, aber auch vor Vereinzelung und gesellschaftlicher Spaltung wieder versachlicht werden. Auch können ostdeutsche Besonderheiten wie zum Beispiel eine ausgeprägte Entfremdung zwischen Stadt und Land, ein besonders tiefgehender demographischer Wandel, Fremdeln mit dem politischen System, Prägungen aus Zeiten der DDR sowie die Erfahrungen der Transformationszeit besser eingeordnet werden.</p>
<p>Bereits im Sommer 2024 hatte PEN Berlin eine Gesprächsreihe mit dem Titel „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ veranstaltet. Damals lautete das Thema Meinungsfreiheit, nun heißt es Heimat. Unter dem Wort „Heimat“ können sich viele Menschen immer noch – oder wieder? – etwas vorstellen: in Milieus, in denen der Begriff seit eh und je „beheimatet“ ist, in rechtsextremen Kreisen, die diesen Begriff zu vereinnahmen versuchen, aber auch links der Mitte. Was aber ist Heimat? Und mit Jean Améry formuliert: Wie viel Heimat braucht der Mensch? Was ist erforderlich, um sich zu beheimaten? Was gefährdet das Heimatgefühl? Wie geht Heimat im Plural?</p>
<p>Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser will der bestehenden Sprachlosigkeit und der Polarisierung in Ostdeutschland etwas entgegensetzen und unterstützt bewusst Initiativen, die neue Dialogräume schaffen, in der Menschen auf Augenhöhe mit ganz unterschiedlichen Meinungen, Herkünften miteinander ins Gespräch kommen. Die Staatsministerin wird als Teilnehmerin deren Umsetzung begleiten: Bei der Auftaktveranstaltung wird sie mitdiskutieren und bei weiteren Terminen als beobachtender Gast im Publikum dabei sein, um so auch persönliche Erfahrungen bei der Umsetzung neuer Dialogformate in Ostdeutschland zu sammeln. Kaiser ist es ein wichtiges Anliegen, Räume zu schaffen und auch anhand des Themas Heimat mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Sie fördert dieses Engagement in der Veranstaltungsreihe „Heimat Ostdeutschland” mit einer Zuwendung von rund 200.000 Euro.</p>
<div id="attachment_8891" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8891" class="wp-image-8891" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/03/250904_JBMF_PHT4329_quelle_photothek_sonntag.png" alt="Die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, erklärt, dass die Veranstaltungsreihe zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beiträgt. Abbildung: BMF, Photothek, Juliane Sonntag" width="600" height="400"><p id="caption-attachment-8891" class="wp-caption-text">Die Beauftragte der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser (SPD), unterstützt die Veranstaltungsreihe „Ist das noch/schon mein Land? Heimat Ostdeutschland“. Abbildung: BMF, Photothek, Juliane Sonntag</p></div>
<p>PEN-Berlin-Sprecher Deniz Yücel erklärt zum Auftakt der Reihe: „Wir finden es reizvoll, in die Orte zurückzukehren, an denen wir vor anderthalb Jahren mit der damaligen Gesprächsreihe gastiert haben. Einmal von außen irgendwo in der Provinz zu landen und dann auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, halten wir für nicht so gut. Und wir denken, dass sich die Leitfrage dieser Reihe „Ist das noch/schon mein Land?“ – im Osten Deutschlands noch mal anders stellt als im Westen.“</p>
<p>Zur Auftaktveranstaltung wird neben Elisabeth Kaiser die in Thüringen lebende Lyrikerin Romina Nikolić von Moderator Michael Helbing auf dem Podium begrüßt.</p>
<p>Zeit:&nbsp;&nbsp;&nbsp; 29. April 2026, 19 bis 21 Uhr<br>
Ort:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 10arium, Friedrich-Naumann-Straße 10, Greiz</p>
<p>Fortgesetzt wird die Reihe am 30. April im Museum Neuruppin mit dem langjährigen Bürgermeister der Fontanestadt, Jens-Peter Golde, sowie der Schriftstellerin und Dramatikerin Maxi Obexer. Am 5. Mai geht es im Theater Görlitz mit dem Autor Marko Martin und der Görlitzer Kulturmanagerin Agnieszka Bormann weiter.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/veranstaltungsreihe-zu-heimat-ostdeutschland-startet/">Veranstaltungsreihe zu „Heimat Ostdeutschland“ startet</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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		<title>Leipzig Lauscht: Podcast-Party mit Programm</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/leipzig-lauscht-podcast-kultur-wird-wieder-gefeiert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 05:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Event]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=9428</guid>

					<description><![CDATA[<p>Mitteldeutschlands größtes Podcast-Festival „Leipzig Lauscht“ kehrt am letzten Maiwochenende zurück. Schwerpunkt des Festivals im Mediengarten der Media City Leipzig ist das Thema „Entwicklung der deutschsprachigen Audiolandschaft“.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9429" class="wp-image-9429" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/LeipzigLauscht2025_ARD-True-Crime-1.jpg" alt="Die ARD True Crime auf dem „Leipzig Lauscht 2025“. Auch das diesjährige Line-Up besteht aus spannenden Podcastern, die Einblicke in ihre Arbeit gewähren. Abbildung: Leipzig Lauscht" width="600" height="338">Die ARD True Crime auf dem „Leipzig Lauscht 2025“. Auch das diesjährige Line-up besteht aus spannenden Podcastern, die Einblicke in ihre Arbeit [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mitteldeutschlands größtes Podcast-Festival „Leipzig Lauscht“ kehrt am letzten Maiwochenende zurück. Schwerpunkt des Festivals im Mediengarten der Media City Leipzig ist das Thema „Entwicklung der deutschsprachigen Audiolandschaft“.</p>
<p><span id="more-9428"></span></p>
<div id="attachment_9429" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9429" class="wp-image-9429" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/LeipzigLauscht2025_ARD-True-Crime-1.jpg" alt="Die ARD True Crime auf dem „Leipzig Lauscht 2025“. Auch das diesjährige Line-Up besteht aus spannenden Podcastern, die Einblicke in ihre Arbeit gewähren. Abbildung: Leipzig Lauscht" width="600" height="338"><p id="caption-attachment-9429" class="wp-caption-text">Die ARD True Crime auf dem „Leipzig Lauscht 2025“. Auch das diesjährige Line-up besteht aus spannenden Podcastern, die Einblicke in ihre Arbeit gewähren. Abbildung: Leipzig Lauscht</p></div>
<p>Das vom 30. Mai bis 31. Mai stattfindende Festival versteht sich als Forum für den Austausch zwischen Produzenten, Branchenvertretern und dem Publikum. Das Programm von „<a href="https://www.leipziglauscht.com/">Leipzig Lauscht</a>“ besteht aus einer Kombination von Fachdiskussionen und Einblicken in die Arbeit von Podcastern. Es greift aktuelle Anforderungen an moderne Medienformate auf. In verschiedenen Panels und Workshops werden Konzepte diskutiert, die über die reine Unterhaltung hinausgehen:</p>
<ul>
<li>Inklusion: Erörterung technischer und redaktioneller Standards für barrierefreie Audioinhalte.</li>
<li>Bildung: Analyse der Rolle von Podcasts in der digitalen Wissensvermittlung und im lebenslangen Lernen.</li>
<li>Nachhaltigkeit: Strategien für eine ressourcenschonende Medienproduktion sowie die inhaltliche Auseinandersetzung mit ökologischer Verantwortung.</li>
</ul>
<p>Zum<a href="https://www.leipziglauscht.com/festival/lineup-2026/"> Line-up</a> von „Leipzig Lauscht 2026“ gehören die bekannten Podcast-Formate „Epochentrotter“, „Schaun wir mal“, „Wir reden die Welt“, „Wild und Fremd“ und „Crime Action mit Blutrausch &amp; Darfs ein bisserl Mord sein?“ Eine Weltpremiere feiert der neue Podcast „Zwei Bärte – kein Experte“ von „Papa ohne Plan“. Den Schlusspunkt des Festivals setzt die Verleihung des „Leipzig Lauscht Award“. Dabei wird der beste Independent Podcast aus dem deutschsprachigen Raum geehrt.</p>
<p>Für das Festival gibt es drei verschiedene Ticketoptionen. Das Wochenendticket kostet 79 Euro, das Tagesticket für Samstag oder Sonntag kann für 49 Euro erworben werden und wer eine Einzelshow besuchen will, zahlt 15 Euro. Die Tickets sind ausschließlich über die Plattform <a href="https://rausgegangen.de/events/leipzig-lauscht-2026-0/">Rausgegangen</a> erhältlich.</p>
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		<title>Der Osten als Avantgarde #12: Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ostdeutschland und Frankreich</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/der-osten-als-avantgarde-12-spurwechsel-statt-andauernder-aufholjagd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=9412</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, Ostdeutschlands Charme sichtbar zu machen. In Teil zwölf ihrer Kolumne widmet sich Dirk Schneemann, Präsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises, dem Verhältnis Ostdeutschlands zu Frankreich.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9418" class="wp-image-9418" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/Foto_Dirk_Schneemann_2.jpg" alt="Dirk Schneemann ist Gründer der „Frankreich-Initiative Ostdeutschland (FIOst) und Gründer und CEO der euracces Gesellschaft zur Beförderung europäischer Wirtschaftskontakte mbH. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender / Präsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises, www.dfwk.eu." width="600" height="527">Dirk Schneemann ist Gründer der Frankreich-Initiative Ostdeutschland (FIOst) sowie [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, Ostdeutschlands Charme sichtbar zu machen. In Teil zwölf ihrer Kolumne widmet sich Dirk Schneemann, Präsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises, dem Verhältnis Ostdeutschlands zu Frankreich.</p>
<p><span id="more-9412"></span></p>
<div id="attachment_9418" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-9418" class="wp-image-9418" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2026/04/Foto_Dirk_Schneemann_2.jpg" alt="Dirk Schneemann ist Gründer der „Frankreich-Initiative Ostdeutschland (FIOst) und Gründer und CEO der euracces Gesellschaft zur Beförderung europäischer Wirtschaftskontakte mbH. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender / Präsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises, www.dfwk.eu." width="600" height="527"><p id="caption-attachment-9418" class="wp-caption-text">Dirk Schneemann ist Gründer der Frankreich-Initiative Ostdeutschland (FIOst) sowie Gründer und CEO der Euraccess Gesellschaft zur Beförderung europäischer Wirtschaftskontakte mbH. Zudem ist er Vorstandsvorsitzender bzw. Präsident des Deutsch-Französischen Wirtschaftskreises (<a href="https://dfwk.eu/">DFWK</a>).</p></div>
<p>Die Kappung und Abwicklung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen der DDR nach der Wiedervereinigung in kürzester Zeit führten zu strukturellen und geografisch stark unterschiedlichen Entwicklungen in beiden Teilen Deutschlands. Die „überlebenden ehemaligen DDR-Unternehmen“ orientierten sich zwangsläufig Richtung Osteuropa und Asien, weil ihnen der westeuropäische und amerikanische Markt weitgehend verschlossen blieben.</p>
<p>Daraus ergab sich die Konsequenz, dass die EU-Präsenz Deutschlands – politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich – fast ausnahmslos durch „alte westdeutsche“ Strukturen wahrgenommen wurde. Dies hatte zur Folge, dass entsprechende Investitionen, Niederlassungen und Kooperationen mit ostdeutschen Unternehmen aufgrund fehlender Netzwerke eher die Ausnahme waren.</p>
<p>Tiefgreifende geopolitische Veränderungen (Corona, Ukraine) führten in den letzten Jahren dazu, dass Märkte wie Asien und Russland nahezu ausfielen. Gleichzeitig wurden innereuropäische Beziehungen immer wichtiger. Hinzu kam die gestiegene und auch international stärker wahrgenommene Innovationskraft der ostdeutschen Länder. Damit veränderte sich auch der Fokus sowohl ostdeutscher Unternehmen als auch internationaler Investoren auf den Osten selbst.</p>
<h2><span class="title-bg">Spurwechsel statt andauernder Aufholjagd</span></h2>
<p>Somit erscheint die Frage der Vergleichbarkeit von Ost und West sowie des Aufholens des Ostens in einem anderen Licht. Es muss einerseits künftig stärker um internationale Vergleichbarkeit in Schlüsseltechnologien und Branchen gehen, die ostdeutsche Unternehmen wettbewerbskonform bedienen können. Zum anderen lassen sich immer wieder fortgesetzte „verlängerte Werkbänke westdeutscher Prägung“ durch internationale Kooperationen ablösen. Dies betrifft auch Direktinvestitionen und nachhaltige Wertschöpfung, deren Ergebnisse im „Osten“ bleiben. Aufgrund der Kleinteiligkeit der ostdeutschen Wirtschaft braucht es den Aufbau von internationalen Netzwerken und einen neuen Fokus bei den vorhandenen Förderstrukturen.</p>
<h2><span class="title-bg">FIOst verbindet Ostdeutschland und Frankreich</span></h2>
<p>Die im Ergebnis einer von mir Ende 2022 erarbeiteten „Frankreich-Strategie Neue Bundesländer“ mündete bald mit großer Unterstützung der französischen Botschaft und weiteren Partnern in der „Frankreich-Initiative Ostdeutschland – FIOst“. Warum? Um Ostdeutschlands Potenziale für die europäische Stärkung mehr sicht- und nutzbar zu machen. Besonders in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre war Frankreich der größte Handelspartner der DDR – nach der BRD. Gleichzeitig war die DDR Frankreichs größter Handelspartner im Osten – nach der Sowjetunion. Wie oben beschrieben, endeten diese beiderseitigen Beziehungen nach der Wiedervereinigung abrupt und dauerhaft. Ostdeutschland fand in den deutsch-französischen Beziehungen – und insbesondere in der Wirtschaft – über Jahrzehnte hinweg nicht mehr statt. Die Investition von Elf Aquitaine in die Raffinerie Leuna sollte die bislang größte Einzelinvestition bleiben.</p>
<p>Erst mit globalen Marktveränderungen, der Betonung des europäischen Binnenmarktes und der zunehmenden Attraktivität ostdeutscher Standorte und Unternehmen scheint sich der Blick westeuropäischer Länder – und hier insbesondere Frankreichs – auf Ostdeutschland zu ändern. Die FIOst wurde gestartet, um auf diese Potenziale aufmerksam zu machen und den Aufbau spezifisch für diesen Markt ausgerichteter Förderstrukturen einzufordern. Der Weg ist mühsam, aber wiederbelebte und neu aufgebaute Regionalkooperationen zeigen, dass es geht. Bis 2023 gab es nur einen deutsch-französischen Wirtschaftskreis im Osten des Landes – den DFWK Berlin-Brandenburg. Die Gründung eines Deutsch-Französischen Wirtschaftsklubs Mitteldeutschland im September 2023 bietet seitdem eine neue Austauschplattform. Wirtschaftskonferenzen finden statt und auch die MPK Ost setzt das Thema auf die Tagesordnung. Der französische Botschafter, François Delattre, und die Ostbeauftragte des Bundes, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, haben die FIOst-Schirmherrschaft übernommen. Langsam nehmen auch französische Investitionen im Osten wieder zu, neue Industriekooperationen in Schlüsselbereichen sind im Entstehen. Dies betrifft erfreulicherweise Zukunftsbranchen wie H2, Infrastruktur, Mobilität, AI und andere. Aber es bedarf noch vieler gemeinsamer Anstrengungen – insbesondere intensiver Netzwerkarbeit über Partei- und Landesgrenzen hinweg, um nachhaltige Erfolge zu sichern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>Die nächsten Live-Termine von DenkRaumOst</strong>
<p><a href="http://www.denkraumost.de/events">denkraumost.de/events</a></p></td>
</tr>
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		<title>Buchvorstellung: „Dessau 1925“</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-frank-kreissler-dessau-1925/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=9092</guid>

					<description><![CDATA[<p>Im Frühjahr 1925 wurde Dessau zu einem Zentrum der modernen Kunst in Deutschland. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums hat Stadtarchivar Frank Kreißler die Leserschaft mit ins Jahr genommen, in dem das Bauhaus nach Dessau kam.</p>
<p>BUCHTIPP:<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8295" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/Frank-Kreisler-Dessau-cover.jpg" alt="Das Cover von Frank Kreisler: Dessau 1925" width="280" height="394"><br />
Frank Kreißler: „Dessau 1925. Das Jahr, in dem das Bauhaus kam“, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2025, 432 Seiten, 28 €, (Hardcover mit Bildern).</p>
<p>Kreißlers Buch basiert auf Meldungen, Berichten, Rezensionen und Anzeigen aus [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Frühjahr 1925 wurde Dessau zu einem Zentrum der modernen Kunst in Deutschland. Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums hat Stadtarchivar Frank Kreißler die Leserschaft mit ins Jahr genommen, in dem das Bauhaus nach Dessau kam.</p>
<p><span id="more-9092"></span></p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8295" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/Frank-Kreisler-Dessau-cover.jpg" alt="Das Cover von Frank Kreisler: Dessau 1925" width="280" height="394"></p>
<p>Frank Kreißler: „Dessau 1925. Das Jahr, in dem das Bauhaus kam“, Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2025, 432 Seiten, 28 €, (Hardcover mit Bildern).</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Kreißlers Buch basiert auf Meldungen, Berichten, Rezensionen und Anzeigen aus den Dessauer Tageszeitungen „Anhalter Anzeiger“ (bürgerlich), „Volksblatt für Anhalt“ (SPD-Organ) und „Anhalter Woche“ (rechtsbürgerlich). Neben dem Bauhaus-Umzug werden darin auch wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklungen dokumentiert, wodurch ein lebendiges Bild des Alltags in Dessau entsteht. Die Chronik zeigt eine Stadt im Spannungsfeld der 1920er-Jahre: Einerseits ist sie geprägt von Wirtschaftsaufschwung, Fortschrittsglauben und Moderne, andererseits von traditionellen Lebensweisen sowie zunehmend scharf geführten politischen und ideologischen Konflikten.</p>
<p>Dessau, 24. Januar 1925: Bürgermeister Fritz Hesse erfährt aus dem „Berliner Tagblatt“ vom drohenden Bauhaus-Ende in Weimar. Führende Persönlichkeiten wie der Bauhaus-Direktor Walter Gropius und Bauhaus-Unterstützer wie Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee hatten die Auflösung der Kunstschule mit Ablauf ihres Vertrages zum 1. April 1925 erklärt. Auslöser war ein Konflikt mit der rechtsgerichteten Thüringischen Landesregierung. Hesse erkannte darin eine Chance für Dessau. Bereits am nächsten Tag spricht Generalmusikdirektor Franz von Hoeßlin den Bürgermeister auf den Artikel an, woraufhin Hesse ihm gegenüber die Idee eines Umzugs ins Spiel bringt. Gespräche mit dem Landeskonservator Ludwig Grote und dessen Reise nach Weimar bestärken Hesse in seinem Vorhaben, das er im Magistrat vorantreibt. Mitte Februar besuchen Wassily Kandinsky und seine Frau Nina Dessau und gewinnen einen positiven Eindruck von der Stadt.</p>
<p>Im März entwickelt sich der Umzug zur politischen Entscheidungsfrage. Zu Monatsbeginn regt Hesse eine Besichtigungsreise nach Weimar an, die vom Gemeinderat die Zustimmung erhält. Eine breit aufgestellte Delegation reist in die thüringische Stadt und kehrt mit positiven Eindrücken zurück. Der Umzug wird auch durch die Medien öffentlich publik und damit verschärft sich die öffentliche Debatte, in der die politischen Fronten deutlich hervortreten. Während linke Kräfte das Bauhaus als Symbol der Moderne begrüßen, lehnen viele bürgerliche Akteure es entschieden ab. Das Bauhaus wird von einigen bürgerlichen Kräften als „undeutsch“ diffamiert, Gropius’ architektonischer Stil als radikal und fremd kritisiert sowie dem Bauhaus insgesamt eine sozialistische Einflussnahme auf Kunst und Gesellschaft vorgeworfen. Diese Auseinandersetzungen gehen über kulturpolitische Fragen hinaus und spiegeln die tieferliegenden ideologischen Spannungen der Zeit wider. Es sind Konflikte, die sich in den folgenden Jahren im gesamten Deutschen Reich zuspitzen und schließlich 1933 in der Machtergreifung der Nationalsozialisten gipfeln. Trotz dieser Spannungen stimmt der Gemeinderat am 23. März 1926 mit 26 zu 15 Stimmen für den Bauhaus-Umzug nach Dessau und den Bau eines neuen Schulgebäudes.</p>
<p>Mit dem 1. April beginnt die praktische Umsetzung des Umzugs. Gropius und seine Mitarbeiter beziehen ihre Büros, Künstler wie Kandinsky, Klee und Oskar Schlemmer richten ihre Ateliers ein. Doch die politischen Auseinandersetzungen halten an. Am 22. Juni bewilligt der Finanzausschuss 690.000 Mark für die Bauprojekte, während bürgerliche Politiker insbesondere über die „Anhalter Woche“ weiterhin scharfe bis polemische Kritik am Bauhaus üben. Vom 28. September an starten schließlich die Bauarbeiten für das von Gropius entworfene Gebäude. Die öffentliche Kritik nimmt zunächst weiter zu, sodass der Magistrat am 11. Oktober im „Anhalter Anzeiger“ die Ziele des Bauhauses erläutert: Es soll als Lehr- und Versuchsinstitut die moderne Gestaltung des gesamten Wohnens vorantreiben – vom einfachen Wohngerät bis zum fertigen Wohnhaus. Erst Anfang November entspannt sich die Lage etwas. Am 5. November stimmen schließlich auch die meisten bürgerlichen Parteien, unter anderem auch die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), den Baumaßnahmen zu. Sie sehen die bisherige Blockadehaltung gegen das Bauhaus als nicht zielführend an. Lediglich die als Kritik gegenüber dem Bauhaus gegründete Vereinigung „Hausbesitzer“ lehnt das Projekt weiterhin ab. Mit der Entscheidung der bürgerlichen Parteien beruhigt sich auch die Berichterstattung der „Anhalter Woche“, die von nun an moderater über das Bauhaus berichtet. Der Jahresrückblick des „Anhalter Anzeigers“ hebt bei seiner Rückschau die Diskussion um den Bauhaus-Umzug mit Pro- und Kontraargumenten sowie den Ablauf des Umzugs hervor. Daneben betont das Blatt die wirtschaftlichen Entwicklungen Dessaus, insbesondere bei den Flugzeugwerken, den sogenannten „Junkerswerken“, der Dessauer Unternehmen Junkers Motorenbau GmbH und Junkers Flugzeugwerk AG.</p>
<p>Frank Kreißler vermittelt durch die in seiner Jubiläumschronik ausgewählten Meldungen ein detailliertes Bild von Dessau in einer Zeit des Umbruchs. Die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Spannungen jener Zeit werden durch die Kombination von Meldungen und Fotos greifbar. So lernt der Leser eine Stadt kennen, die durch das Bauhaus in den folgenden Jahren internationale Bedeutung erlangte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-frank-kreissler-dessau-1925/">Buchvorstellung: „Dessau 1925“</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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