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	<title>Medien Archive - ostdeutschland.info</title>
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	<description>Impulse für den Osten</description>
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	<title>Medien Archive - ostdeutschland.info</title>
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		<title>Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #4: Extraausgabe, Extraausgabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 05:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sieben Wochen ist die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung alt. Die Idee zu einer solchen klang gut, die Umsetzung ist sehr umstritten. Unser Kolumnist Julian Nejkow hat sich das Projekt näher angesehen.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-4-extraausgabe-extraausgabe/">Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #4: Extraausgabe, Extraausgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Wochen ist die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung alt. Die Idee zu einer solchen klang gut, die Umsetzung ist sehr umstritten. Unser Kolumnist Julian Nejkow hat sich das Projekt näher angesehen.</p>
<p><span id="more-9324"></span></p>
<div id="attachment_8046" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600"><p id="caption-attachment-8046" class="wp-caption-text">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser</p></div>
<p>Da ist sie also, die sagenumwobene Ostdeutsche Allgemeine Zeitung. Laut Verleger Holger Friedrich eine Selbstverständlichkeit, aber durchaus eine große Sache für jeden, der sich als Ostdeutscher versteht. Es gebe eine „Süddeutsche“ für den Süden, eine „WAZ“ für den Westen und es gab eine „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“. Warum also keine „OAZ“? Die Bedenkenträger argumentieren schnell und scharf: Die Zeitungen in der DDR haben gezeigt, wie die Ostdeutschen Journalismus verstehen. Nur ist Ostdeutschland nicht gleich DDR und 40 Jahre sind als Maßstab für die Geschichte des Journalismus ein wenig zu kurz gegriffen.</p>
<p>Ja, natürlich muss jetzt die erste deutsche Zeitung Erwähnung finden. Die „Einkommende Zeitung“ wurde 1650 nach den Grauen des Dreißigjährigen Kriegs in Leipzig etabliert. Sie begründete die Tradition der Buch- und Messestadt. Damals noch eher in Mitteldeutschland, als Geografie das Land und den Standort einordnete und nicht die Geschichte. Soweit so historisch.</p>
<p>Medien für den Osten sind rar gesät. Dass Anfang der 1990er-Jahre versucht wurde, ostdeutsche Medien wie „Der Freitag“ oder das Boulevardblatt „Super“ zu etablieren, war nur teilweise von Erfolg gekrönt. Das gilt im Grunde bis heute. „Die Zeit“ versucht seit 2013 zumindest, sich mit der dünnen Sonderbeilage „Zeit im Osten“ dem Gegenstand zu nähern. Wie ernst das gemeint ist, konnte man in der Jubiläumsausgabe zum 80. Geburtstag der Wochenzeitung sehen: Sie kam komplett ohne den „Osten“ aus. Manches kann man sich nicht ausdenken.</p>
<p>Doch mal weg von der Geschichte und den Umständen, wie es nun zur „OAZ“ kam: Wichtiger ist es, sich der Zeitung, ihres Inhalts und der Rezeption zu widmen. Ich habe mich bewusst dazu entschieden, mir das Treiben seit der gedruckten Erstausgabe am 20. Februar 2026, aber auch schon davor intensiv anzuschauen. Viele Artikel und Kommentare taten sich mit einer objektiven Einordnung offenbar mehr als schwer. Doch warum?</p>
<p>Natürlich kann man sich an einem zweiseitigen, wohlwollenden Porträt des AfD-Vorsitzenden Tino Chrupalla in der Erstausgabe reiben. Ja, man kann das ausführliche Interview mit dem rechten Verleger Götz Kubitschek scharf kritisieren, den Gastbeitrag Sahra Wagenknechts mindestens mal schräg finden und sich ebenso wundern, wie der Soziologe Hartmut Rosa aus Jena sehr schlüssig sein Konzept des wachsenden Rechtspopulismus in der „OAZ“ erklärt.</p>
<p>Vier von mittlerweile Dutzenden Beispielen, die zeigen: Mit einer kurzen Kritik nach der ersten Ausgabe ist es bei der „OAZ“ nicht getan. Die bisher laut „OAZ“ gut verkaufte Zeitung lässt sich noch schwer einordnen. Ohne Frage: Sie hat schon die eine oder andere Debatte wieder aufleben lassen. Sei es die ewige „Elitendebatte“ um Ost und West oder die „Seid-mal-dankbar-Debatte“. Die Ostdeutsche Allgemeine sorgt auch für Perspektivwechsel, die durchaus den Blick weiten lassen und leider manchmal auch verengen.</p>
<p>Nicht ganz unschuldig an manchen Bedenken ist neben dem Journalistischen der Auftritt der Zeitung, vor allem in Persona des Verlegers Holger Friedrich. Geschickt trifft er parallel Menschen wie Augstein und Döpfner, mit denen er sich medienwirksam öffentlich streitet und dabei ostdeutsche Themen nach vorne stellt.</p>
<p>All das kann man schwierig finden. Außerdem sollte zur Kenntnis genommen werden, dass der westdeutsche Chefredakteur Dorian Baganz nach nicht einmal vier Wochen das Handtuch geworfen hat. Es gilt auch zu berücksichtigen, dass es gemäß dem eigenen Anspruch viel mehr Regionalausgaben geben müsste und dass es eine große Verquickung mit der „Berliner Zeitung” gibt.</p>
<p>Auf der anderen Seite: Wieder einmal wurde der Osten, in diesem Fall die „OAZ”, von einigen westdeutschen Medienhäusern in den Blick genommen. Soweit, so richtig. Doch wieder wird man den Eindruck nicht los, dass eine überkritische Brille aufgesetzt wurde. Beim Schreiben der Kritiken stellt man sich nicht wenige mit ein wenig Schaum vor dem Mund vor.</p>
<p>Doch auch hier muss versucht werden, objektiv zu bleiben. Denn nicht wenige der Journalisten der „OAZ“ bieten Anlass zur Kritik. Einige Artikel spalten mehr als sie einen. Hier finden sich in jeder Ausgabe, in der Onlinepräsenz und im Podcast „sachlich richtig“ Beispiele. Es gibt also Hausaufgaben für beide Seiten.</p>
<p>Nein, ich bediene hier nicht die Opferrolle, denn auch ich werde die Zeitung kritisch begleiten, aber vielleicht geben wir der Idee erstmal eine Chance, bevor wir sie mal wieder verdammen. Denn in einem hat der Verleger Friedrich, neben vielem Streitbaren, Recht: Der Osten braucht eine starke Stimme. Ob das die „OAZ“ wird, werden wir sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8127" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow_Hoellenjahre.jpg" alt width="200" height="284">Julian Nejkow: „Höllenjahre – von jetzt auf gleich”, epubli, Berlin 2024, 336 Seiten, 19,90 € (Softcover).</p>
<p>Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.Ölbart.de" target="_blank" rel="noopener">Ölbart.de</a>.</p></td>
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<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-4-extraausgabe-extraausgabe/">Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #4: Extraausgabe, Extraausgabe</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #3: Deutschland – Licht und Schatten</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Nehring]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jan 2026 06:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>2025 liegt hinter uns. Viele Ostdeutsche fuhren zu Weihnachten wieder zurück nach Ostdeutschland. Unser Kolumnist Julian Nejkow blickt angesichts eines turbulenten Jahres zurück und angesichts der bevorstehenden Ereignisse voraus.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-3/">Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #3: Deutschland – Licht und Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2025 liegt hinter uns. Viele Ostdeutsche fuhren zu Weihnachten wieder zurück nach Ostdeutschland. Unser Kolumnist Julian Nejkow blickt angesichts eines turbulenten Jahres zurück und angesichts der bevorstehenden Ereignisse voraus.</p>
<p><span id="more-8612"></span></p>
<div id="attachment_8046" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600"><p id="caption-attachment-8046" class="wp-caption-text">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser</p></div>
<p>Erst jetzt lässt sich etwas zynisch anmerken: Weihnachten, Silvester und Neujahr bildeten eine Brücke, die dazu einlud, sich von einem wirklich turbulenten Jahr zu erholen: 2025. Eine Einladung, wieder Betriebstemperatur zu erreichen, sich abzukühlen, sich wieder zu akklimatisieren, wie man so schön sagt. Denn in Fahrt kommen – ich glaube, da sind wir uns einig – müssen wir nicht noch mehr.</p>
<p>Doch bevor wir wieder zu uns kamen, wurde erst einmal gefahren, mit Auto und Zug, quer durch die Republik. Viel öfter von Süd nach Nord als andersherum, aber vor allem viel öfter von West nach Ost als von Ost nach West. „Heimfahren“ hörte ich dieser Tage öfter. Wegfahren-Routine! Für einige Töchter und Söhne, deren Heimat schon längst nicht mehr im Osten ist, eher ein Heimkommen ins Fremde. Da ist er wieder der große Begriff „Heimat“, da dämmert es einem doch: Im Westen geboren zu sein, nicht im Osten, darüber ist Friedrich Merz glücklich. Mitten in Sachsen-Anhalt, mitten auf einem Parteitag der Ost-CDU, verstieg er sich ernsthaft dazu, diesen Satz zu sagen, ganz ungeniert und frei nach dem Motto des strittigen Zeitgeists Thomas Brasch: „Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“</p>
<p>Merzens Neujahrsrede war mehr Wunsch als Erfüllung. Wir dürfen immer noch auf den Ruck warten, den einst Roman Herzog beschwor und der in allen Teilen der Republik gebraucht wird. Was nun? Einfach durchatmen und über 2025 nachdenken oder gleich über 2026 oder einfach kommen lassen? Eine ZDF-Umfrage sagt: 50 Prozent sind skeptisch. Da kommt er durch, der Zukunfts-Hangover. Die Angst vor dem Kater, höher als das Getränk selbst.</p>
<p>Andere Baustelle. Eines ist sicher: Der Job des Mahners und Warnenden ist wie jedes Jahr vergeben. Frank-Walter Steinmeier, auch ein Mann des Heimatbegriffs, hatte am ersten Tag des Weihnachtsfestes seine Jahresbilanz gezogen. Traditionell, fast so sicher wie die an Weihnachten wiederentdeckte Kirche. Der Text seiner Ansprache lag mir nicht vor und trotzdem war ich überrascht. Licht war sein Credo – und ein wenig Schatten.</p>
<p>Keine Rede wie sonst, eher poetisch als an der Realität orientiert. Erwartet hätte ich: Die drei Gewissheiten deutscher Politik billiger Strom, Exportweltmeister, Abschreckungsschirm seien vorbei und 2026 wird ein hartes, vielleicht eines der härtesten Jahre und überhaupt: Schön, dass Chemnitz Kultur kann. Das alles aber kam nicht. Doch vielleicht wäre es wünschenswert gewesen.</p>
<p>Folgendes Szenario: Die große Demokratiekeule wird geschwungen über Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin vor den Landtagswahlen und über jenen Städten, die OBs oder Kommunalparlamente wählen. Diesmal die ganz große Keule, für weniger machen wir es nicht mehr. Nicht ausgesprochen, aber sicher gemeint. Ich habe mich geirrt – so war die Rede nicht.</p>
<p>Wieder andere Baustelle. Verlierer wird es bei diesen ganzen Wahlen viele geben. Aber vorher steht schon fest, wer auf jeden Fall nicht gewinnen darf: die AfD. Damit meine ich nicht, dass Wahlen manipuliert werden oder dergleichen, sondern den Fakt, dass die AfD in den Umfragen zum Teil atemberaubend vorn liegt, doch jetzt schon klar ist: Regiert werden kann mit dieser Partei nicht. Erster Platz ohne Konsequenz. Als eher linksliberaler Politikwissenschaftler, der ich nun mal bin, will ich nicht bestreiten, dass ich nicht gerade der wildeste Anhänger dieser Partei bin, aber ich frage mich ebenso: Ist das der richtige Weg, den wir beschreiten, und welchen Weg gehen wir eigentlich genau? Mit dem berühmten Zickzack ist der Weg sicher nicht treffend umschrieben. Doch wie will man ein Problem lösen, wenn man es schon nur sehr schlecht beschreiben kann?</p>
<p>Nachdenken. Und vielleicht ist es genau das, was gefehlt hat: nachdenken ohne Schaum vor dem Mund, eine Vision „Ostdeutschland 2040“ entwickeln und das Ganze einmal so nüchtern wie möglich durchdenken. Nicht ständig auf die berühmte Waage starren, denn: „Vom Wiegen wird das Schwein nicht fett, sondern vom Mästen.”</p>
<p>Ich wünsche uns allen ein paar frische, vielleicht sogar erfrischende Gedanken, wie 2026 und darüber hinaus unser Landstrich sich entwickeln soll. Der Dry January ist perfekt dafür, denn ein Zukunfts-Hangover ist unwahrscheinlich.</p>
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<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8127" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow_Hoellenjahre.jpg" alt width="200" height="284">Julian Nejkow: „Höllenjahre – von jetzt auf gleich”, epubli, Berlin 2024, 336 Seiten, 19,90 € (Softcover).</p>
<p>Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.Ölbart.de" target="_blank" rel="noopener">Ölbart.de</a>.</p></td>
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<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-3/">Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #3: Deutschland – Licht und Schatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Marketing im Osten: Wo die Deutschen unterschiedlich ticken und kaufen</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/marketing-im-osten-wo-die-deutschen-unterschiedlich-ticken-und-kaufen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Dec 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es um Marken, Marketing und Medien geht, bildet Ostdeutschland einen eigenen Identitätsraum, der er eine entsprechende Ansprache erfordert. Das hat die Werbeagentur Zebra Group mithilfe einer Umfrage herausgefunden.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8424" class="wp-image-8424" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/12/Depositphotos_71193161_XL.jpg" alt="Junge Ostdeutsche nutzen der Zebra-Studie zufolge am stärksten neue Medien. Abbildung: Lev Dolgachov, Depositphotos" width="600" height="400">Nur noch zehn Prozent der jungen Ostdeutschen konsumieren klassische Medien (im Westen jeder Zweite). Dafür liegen sie der Zebra-Studie zufolge bei der Nutzung neuer Medien vorn. Abbildung: Lev Dolgachov, Depositphotos<br />
2024 beauftragte [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es um Marken, Marketing und Medien geht, bildet Ostdeutschland einen eigenen Identitätsraum, der er eine entsprechende Ansprache erfordert. Das hat die Werbeagentur Zebra Group mithilfe einer Umfrage herausgefunden.</p>
<p><span id="more-8423"></span></p>
<div id="attachment_8424" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8424" class="wp-image-8424" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/12/Depositphotos_71193161_XL.jpg" alt="Junge Ostdeutsche nutzen der Zebra-Studie zufolge am stärksten neue Medien. Abbildung: Lev Dolgachov, Depositphotos" width="600" height="400"><p id="caption-attachment-8424" class="wp-caption-text">Nur noch zehn Prozent der jungen Ostdeutschen konsumieren klassische Medien (im Westen jeder Zweite). Dafür liegen sie der Zebra-Studie zufolge bei der Nutzung neuer Medien vorn. Abbildung: Lev Dolgachov, Depositphotos</p></div>
<p>2024 beauftragte die Zebra Group das Marktforschungsinstitut Civey <a href="https://zebra.de/ost-west-studie" target="_blank" rel="noopener">mit einer Studie</a> unter Deutschen in den Kategorien „Vorwende-Ostdeutsche“ und „Vorwende-Westdeutsche“ (geboren vor 1989) sowie „Nachwende-Ostdeutsche“ und „Nachwende-Westdeutsche“ (geboren nach 1989). Insgesamt wurden 5.000 Personen über 18 Jahren aus Ost- und Westdeutschland befragt.</p>
<h2><span class="title-bg">Die Ostdeutschen: selbstbewusst und familienorientiert</span></h2>
<p>Der erste Teil der Studie beschäftigte sich mit persönlichen Eigenschaften. Auf die Frage, welche Eigenschaften einen selbst beschreiben, gibt es beim Thema „Selbstbewusstsein“ und „Rebellion“ Unterschiede zwischen Ost und West. Beim Thema Selbstbewusstsein schneiden alle fünf neuen Bundesländer besser ab als die elf alten Bundesländer. Mecklenburg-Vorpommern liegt mit 39,9 Prozent an der Spitze, gefolgt von Sachsen-Anhalt mit 38,1 Prozent und Thüringen mit 36,8 Prozent. Bei der Eigenschaft „Rebellion“ sieht es komplett anders aus. Hier sind die neuen Bundesländer die Schlusslichter: Mecklenburg-Vorpommern erreicht mit 8,6 Prozent den niedrigsten Wert.</p>
<p>Einigkeit besteht dagegen beim Thema „Karriereorientierung“. Nur 5,5 Prozent der Ost- und Westdeutschen betrachten sich als karriereorientiert, während sich 23,9 Prozent der Ostdeutschen und 23,7 Prozent der Westdeutschen als „zurückhaltend“ einschätzen. Sehr starke Werte gibt es jeweils bei der „Familienorientierung“. Die Ostdeutschen erreichen 39,9 Prozent, die Westdeutschen 33,1 Prozent.</p>
<h2><span class="title-bg">Starker Zusammenhalt in Ostdeutschland</span></h2>
<p>Bei der Selbsteinschätzung gibt es starke Unterschiede zwischen den Generationen. In puncto Karriereorientierung erreichen Nachwende-Ostdeutsche (15,2 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (10,1 Prozent) höhere Werte als die Vertreter der Vorwendegeneration. Die Familienorientierung ist in der Nachwendegeneration dafür geringer (28 Prozent in Ostdeutschland und 25,9 Prozent in Westdeutschland). Unterschiede zwischen den beiden Nachwendegenerationen gibt es bei der „Anpassungsfähigkeit“ und „Feinfühligkeit“. Die befragten Nachwende-Ostdeutschen schneiden mit 18,5 Prozent bei Anpassungsfähigkeit und 16,5 Prozent bei Feinfühligkeit schlechter ab als die Nachwende-Westdeutschen mit 26,2 bzw. 24,9 Prozent. Spannend ist bei der Anpassungsfähigkeit auch, dass die befragten Vorwende-Ostdeutschen mit 34,1 Prozent stark abschneiden.</p>
<p>Bei den regionalen Eigenschaften werden die Unterschiede zwischen Ost und West an zwei Themen deutlich. So empfinden die Ost-Bundesländer mit 45,6 Prozent „Heimatliebe“ für ihre Region, während es bei den West-Bundesländern nur 30,7 Prozent sind. Die Einschätzung der Lebensqualität ist bei den westdeutschen Befragten mit 47,2 Prozent höher als bei den ostdeutschen Befragten (35,6 Prozent). Die ostdeutschen Bundesländer schneiden beim Thema Zusammenhalt stark ab. Die Vorwende-Ostdeutschen erreichen 21,9 Prozent, die Nachwende-Ostdeutschen 19,3 Prozent. Bei den Nachwende-Westdeutschen (3,8 Prozent) und den Vorwende-Westdeutschen (13,2 Prozent) ist dieser Wert niedriger.</p>
<h2><span class="title-bg">Nachwende-Ostdeutsche setzen auf neue Medien</span></h2>
<p>Auch beim Medienkonsum gibt es zwischen beiden Teilen Deutschlands erhebliche Unterschiede. Die Befragten in den neuen Bundesländern erreichen einen Wert von 10,6 Prozent bei klassischen Medien (Thüringen ist mit 46,1 Prozent ein Ausreißer nach oben). Die westdeutschen Bundesländer erreichen hier 47 Prozent.</p>
<p>Beim Thema Medienkonsum werden auch Generationsunterschiede sichtbar. So konsumieren die befragten Nachwende-Westdeutschen mit 31,8 Prozent deutlich mehr „klassische Medien“ als die Nachwende-Ostdeutschen (10,6 Prozent). Bei „neuen Medien“ ist es genau umgekehrt. Hier schneiden die Nachwende-Ostdeutschen mit 65,7 Prozent sehr stark ab, während die Nachwende-Westdeutschen einen Wert von 47 Prozent erreichen. Auch zwischen der Nachwende- und der Vorwendegeneration gibt es deutliche Unterschiede beim Konsum neuer Medien. Die Vorwende-Deutschen in Ost und West erreichen beide einen Wert von unter 20 Prozent beim Konsum neuer Medien.</p>
<h2><span class="title-bg">Ostdeutsche kaufen öfter online</span></h2>
<p>Eine sehr starke Einigkeit beider Teile Deutschlands zeigt sich der Umfrage zufolge beim Thema Markentreue. 57,2 Prozent der ostdeutschen und 60,7 Prozent der westdeutschen Befragten geben an, dass sie bei einem einmal ausgesuchten Produkt bleiben. Nachwende-Ostdeutsche (77,1 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (73,1 Prozent) liegen hier mit ihren Werten sehr nah beieinander. Unterschiede zeigen sich bei den befragten Ostdeutschen bei der Suche nach alternativen Marken. Die Vorwende-Ostdeutschen erreichen mit 22,4 Prozent den höchsten Wert, während die Nachwende-Ostdeutschen mit 9,7 Prozent den niedrigsten Wert erzielen.</p>
<p>Eine weitere Einigkeit gibt es beim Konsum von Büchern, Mode und Elektronik. 34,1 Prozent im Osten und 40,8 Prozent im Westen bevorzugen den Vor-Ort-Einkauf. Beim Online-Shopping liegt Brandenburg mit 38,3 Prozent an der Spitze. Die jungen Ostdeutschen schneiden beim Online-Shoppen mit 44,6 Prozent am besten ab, beim Vor-Ort-Einkauf kommen sie mit 27,6 Prozent auf den niedrigsten Wert. Bei den Nachwende-Westdeutschen ist der Anteil der Vor-Ort-Einkäufer mit 38,6 Prozent deutlich höher.</p>
<h2><span class="title-bg">Ostdeutsche schätzen realitätsnahe Werbung</span></h2>
<p>Die Umfrageteilnehmer wurden auch gefragt, welche Eigenschaften für sie gute Werbung ausmachen. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Bundesländern. Zwar schneidet Humor mit 41,8 Prozent am besten ab, jedoch sind die Werte in Westdeutschland (Bremen und Hamburg) deutlich höher als im Osten. Die höchsten Werte bei der Eigenschaft „Realitätsnähe“ wurden jedoch in Mecklenburg-Vorpommern (36,9 Prozent) erzielt, aber auch Brandenburg (35,1 Prozent), Thüringen (35,1 Prozent) und Sachsen-Anhalt (33,5 Prozent) schneiden hier stark ab. Unterschiede gibt es bei den Vorlieben von Nachwende-Ost- und Nachwende-Westdeutschen. Während Nachwende-Westdeutsche Inspiration und Fantasie schätzen, sehen Nachwende-Ostdeutsche Regionalität und Realitätsnähe als wichtigstes Kriterium.</p>
<p>Laut der Studie sehen 41 Prozent in beiden Teilen Deutschlands Werbung kritisch. Die höchsten Werte bei „kritisch“ erreichen ein westdeutsches Bundesland (Schleswig-Holstein mit 44,5 Prozent) und ein ostdeutsches Bundesland (Thüringen mit 43,3 Prozent). Bei der noch stärkeren Eigenschaft „skeptisch“ sind drei ostdeutsche Bundesländer die Spitzenreiter. Sachsen kommt auf 40,1 Prozent, Brandenburg auf 40,9 Prozent und Sachsen-Anhalt auf 39,6 Prozent. Einen starken Unterschied gibt es bei der Offenheit gegenüber Werbung. Hier schneiden Vorwende-Ostdeutsche (7,3 Prozent) und Nachwende-Ostdeutsche (8,1 Prozent) niedriger ab als Vorwende-Westdeutsche (12,1 Prozent) und Nachwende-Westdeutsche (14,3 Prozent).</p>
<p>Als Fazit bleibt, dass die Studie sowohl verbindende Eigenschaften als auch Unterschiede deutlich machte. Letztere betrafen nicht nur Ost- und Westdeutschland, sondern auch die ost- und westdeutschen Generationen untereinander. Genauso wurden aber Verbindungen bei beiden Generationen deutlich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>70 Jahre Mosaik: Das 600. Abrafaxe-Heft erscheint</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/70-jahre-mosaik-das-600-abrafaxe-heft-erscheint/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2025 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=8368</guid>

					<description><![CDATA[<p>1976 tauchten die Abrafaxe erstmals im „Mosaik“ auf. Seitdem haben sie Kultstatus erreicht. Am 26. November erscheint das 600. Heft mit Abrax, Brabax und Califax. Ihre Reise führt die Comic-Helden nach Tschechien.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8375" class="wp-image-8375" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/MOSAIK_600_rgb-1.jpg" alt="Das Jubiläumscover zum 600. Mosaik-Heft. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag" width="281" height="400">Das Jubiläumscover zum 600. Mosaik-Heft. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag<br />
Die Comiczeitschrift Mosaik ist zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits 70 Jahre alt. 1955 gründet Hannes Hegen das Heft mit den legendären [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/70-jahre-mosaik-das-600-abrafaxe-heft-erscheint/">70 Jahre Mosaik: Das 600. Abrafaxe-Heft erscheint</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>1976 tauchten die Abrafaxe erstmals im „Mosaik“ auf. Seitdem haben sie Kultstatus erreicht. Am 26. November erscheint das 600. Heft mit Abrax, Brabax und Califax. Ihre Reise führt die Comic-Helden nach Tschechien.</p>
<p><span id="more-8368"></span></p>
<div id="attachment_8375" style="width: 291px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8375" class="wp-image-8375" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/MOSAIK_600_rgb-1.jpg" alt="Das Jubiläumscover zum 600. Mosaik-Heft. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag" width="281" height="400"><p id="caption-attachment-8375" class="wp-caption-text">Das Jubiläumscover zum 600. Mosaik-Heft. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag</p></div>
<p>Die Comiczeitschrift Mosaik ist zum Zeitpunkt des Erscheinens bereits 70 Jahre alt. 1955 gründet Hannes Hegen das Heft mit den legendären Bildergeschichten. Es erscheint im Verlag Junge Welt. Die Hauptfiguren sind damals die <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-die-geschichte-des-mosaik-von-hannes-hegen/" target="_blank" rel="noopener">Digedags</a>, drei Kobolde, die die Leser bis 1975 begleiten. Sie reisen um die Welt und vermitteln Wissen über fremde Kulturen. Hegen schafft es dabei meist, die Figuren und ihre Geschichten unpolitisch zu halten.</p>
<p>Als sich Hegen 1975 zurückzieht und die Rechte an den Digedags behält, braucht das Team des Magazins eine neue Idee. Autor Lothar Dräger und Zeichnerin Lona Rietschel entwickeln daraufhin die Abrafaxe: den blonden Abrax, den rothaarigen Brabax und Califax mit seiner Strubelfrisur. Seitdem haben die drei Figuren Europa, Nordafrika, Indien, Japan und China bereist und sind zahlreichen historischen Persönlichkeiten begegnet, darunter Till Eulenspiegel, Martin Luther, Isaac Newton, Baron Münchhausen, Otto Lilienthal und Bertha Benz. Sie haben die Bronzezeit erlebt und sind mit Bering und Steller durchs Eismeer gefahren.</p>
<p>Mit einer Auflage von 660.000 Exemplaren und 2,5 Millionen Lesern zählte „Mosaik“ zu den bedeutendsten Zeitschriften in der DDR. Nach der Wende steht die Zeitschrift kurz vor dem Aus, bis der Berliner Verleger Klaus Schleiter das Magazin und die Figuren übernimmt. Seit 1991 erscheinen die Abrafaxe im <a href="https://www.abrafaxe.com/">Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag</a>.</p>
<div id="attachment_8373" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8373" class="wp-image-8373" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/MOSAIK_600_goldenes_Prag.jpg" alt="Zum Jubiläum geht es für die Abrafaxe ins goldene Prag. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag" width="600" height="284"><p id="caption-attachment-8373" class="wp-caption-text">Zum Jubiläum geht es für die Abrafaxe ins goldene Prag. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag</p></div>
<h2><span class="title-bg">600. Abrafaxe-Ausgabe: Jubiläum in Prag</span></h2>
<p>In der Jubiläumsausgabe erleben die Abrafaxe ein neues Großabenteuer: Sie reisen ins Jahr 1600 nach Prag, eine Stadt voller Geheimnisse und Spannung. Auf dem Hradschin residiert Rudolf II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, König von Böhmen und Ungarn sowie Erzherzog von Österreich. Seine Leidenschaft für Kunst bringt ihn in Geldnöte.</p>
<p>In den Gassen Prags treffen Diplomaten, Glücksritter, Wissenschaftler und Künstler aufeinander. Die Abrafaxe lernen den Waisenjungen Leo Fligl, den Wirt der „Schwarzen Katze“, den Hofastronomen Tycho Brahe, den jungen Albrecht von Wallenstein und den berühmten Mathematiker Johannes Kepler kennen. Im jüdischen Viertel wird Rabbi Löw an verborgenen Geheimnissen forschen, während der Kaiser ein Auge auf den Reichtum des Kaufmanns Mordechai Maisel wirft.</p>
<p>Doch die Spannung wird weiter steigen: Don Ferrando, der spanische Gesandte und Erzfeind der Abrafaxe, schließt einen Pakt mit Kaiser Rudolf. Warum Prag damals als Stadt voller Geheimnisse galt, welche Pläne Don Ferrando verfolgt und welche besondere Rolle Leo Fligl übernimmt, erfahren die Leser Monat für Monat im „Mosaik“. Das Heft kann im Zeitschriftenhandel und direkt beim Steinchen-für-Steinchen-Verlag erworben werden.</p>
<h2><span class="title-bg">Seit 50 Jahren forever young</span></h2>
<p>Auch nach 50 Jahren sind die Abrafaxe erfrischend jung geblieben. Und die Leser des Heftes können noch immer viel lernen. Das Mosaik ist bekannt für seine detaillierte Zeichnungen, ein Wiedererkennungsmerkmal sind die eindrucksvollen doppelseitigen Panoramabilder. Übrigens stehen die Abrafaxe sogar als längster Fortsetzungs-Comic der Welt im Guinness-Buch der Rekorde.</p>
<div id="attachment_8397" style="width: 375px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8397" class="wp-image-8397 size-full" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/Mosaikmacher.jpg" alt="Die Mosaikmacher hinter den Geschichten der Abrafaxe. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag" width="365" height="400"><p id="caption-attachment-8397" class="wp-caption-text">Die Mosaikmacher hinter den Geschichten der Abrafaxe. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag</p></div>
<h2><span class="title-bg">25 Fakten zu den Abrafaxen</span></h2>
<ol>
<li>Das Mosaik mit den Abrafaxen erscheint ununterbrochen seit 1976 einmal im Monat.</li>
<li>Der Name Abrafaxe sollte an das zauberhafte Abrakadabra und an „Spaß und Faxen“ erinnern.</li>
<li>Das erste Abrafaxe-Mosaik hatte 20 Seiten.</li>
<li>Das aktuelle Mosaik hat 52 Seiten.</li>
<li>Ein Heft besteht aus durchschnittlich 150 einzelnen Bildern (Panels).</li>
<li>Jedes Panel wird in Handarbeit gezeichnet, teils auf Papier mit Tusche, teils mit einem Stift auf einem Grafiktablett.</li>
<li>Durchschnittlich tummeln sich 490 Figuren in jedem Heft.</li>
<li>Die Arbeit an einem Heft erstreckt sich über etwa vier Monate.</li>
<li>Das Mosaik hat sein eigenes <a href="http://www.mosapedia.de">Online-Lexikon</a>.</li>
<li>Die MOSAPEDIA wurde von engagierten Lesern und Fans begründet und verzeichnet mittlerweile über 20.000 Artikel.</li>
<li>Der Kleiderschrank der Abrafaxe ist weitaus spärlicher bestückt: Gerade tragen sie wieder<br>
dieselben Klamotten wie vor 50 Jahren.</li>
<li>Nach 15 Jahren haben sie 1991 zum ersten Mal ihre Kleidung gewechselt.</li>
<li>Auch ihre Frisuren blieben seit 1976 weitgehend unverändert.</li>
<li>Zu den prominenten Gästen im Mosaik gehörten schon Angela Merkel, Karl Lagerfeld, Bob Dylan, Charlie Chaplin und Sigmund Freud.</li>
<li>Momentan gibt es Abos in 37 verschiedenen Ländern.</li>
<li>In vielen Familien wird das Mosaik schon in der dritten Generation gelesen.</li>
<li>Die Abenteuer der Abrafaxe sind bisher in 23 Sprachen erschienen.</li>
<li>Bei genauerer Betrachtung sieht man: Die Abrafaxe haben keinen Hals.</li>
<li>&nbsp;Trotz fehlender Nasenlöcher riecht Califax jeden Braten auf 20 km Entfernung.</li>
<li>Der kleine Feinschmecker und Leserliebling hat übrigens 74 Haare auf dem Kopf.</li>
<li>Seit 2013 wird das Mosaik von der Stiftung Lesen empfohlen.</li>
<li>Die Abrafaxe sind schon auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis gewesen.</li>
<li>Auf ihren Zeitreisen waren sie in 16 unterschiedlichen Epochen.</li>
<li>Das längste Abenteuer der Abrafaxe erstreckte sich über 60 Hefte und spielte in Indien.</li>
<li>Insgesamt haben die Abrafaxe bereits 25 Zeitsprünge gemacht.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_8401" style="width: 410px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8401" class="wp-image-8401" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/11/MOSAIKLogo_RGBmitTransparenz-1.png" alt="Die drei Abrafaxe im Mosaik-Logo. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag" width="400" height="400"><p id="caption-attachment-8401" class="wp-caption-text">Die drei Abrafaxe im Mosaik-Logo. Abbildung: Mosaik Steinchen für Steinchen Verlag</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchvorstellung: „Mauerpogo“ von Sonja M. Schultz</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-mauerpogo/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 08:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Belletristik]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eisenwerda im Jahr 1982. Josefine, Jo genannt, färbt sich die Haare grün und gründet eine Punkrockband. Bald gerät sie ins Visier der Stasi. Sonja M. Schultz’ Ostpunkroman „Mauerpogo“ zeigt, wie in der Repressionslogik der DDR jeder einzelne Schritt eines Individuums zum Anecken an ein totalitäres Systems führen konnte.</p>
<p>Die vierzehnjährige Protagonistin Jo steht kurz vor der Jugendweihe. Als ihr ein Foto einer jungen Londonerin mit Lederjacke, zerrissener Strumpfhose und wirrer Frisur in die Hände fällt, macht für Jo plötzlich alles Sinn. [...]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Eisenwerda im Jahr 1982. Josefine, Jo genannt, färbt sich die Haare grün und gründet eine Punkrockband. Bald gerät sie ins Visier der Stasi. Sonja M. Schultz’ Ostpunkroman „Mauerpogo“ zeigt, wie in der Repressionslogik der DDR jeder einzelne Schritt eines Individuums zum Anecken an ein totalitäres Systems führen konnte.</p>
<p><span id="more-7701"></span></p>
<p>Die vierzehnjährige Protagonistin Jo steht kurz vor der Jugendweihe. Als ihr ein Foto einer jungen Londonerin mit Lederjacke, zerrissener Strumpfhose und wirrer Frisur in die Hände fällt, macht für Jo plötzlich alles Sinn. Von nun an ist sie Punk und verbringt die Nächte in einem geheimen Untergrund-Club namens „Pressluftschuppen“. Jo will dazugehören und lauter und aufregender leben, als es im Jahr 1982 in ihrer ostdeutschen Heimatstadt „Eisenwerda” vorgesehen ist. Sie verliebt sich in die Schlagzeugerin Ratte und gründet eine Punkband.</p>
<p>Aus jugendlichem Leichtsinn und Provokation wird Ernst, als Jo ins Visier der Autoritäten gerät. Es folgen Schikanen, Verhaftungen und Gewalt. Jedes noch so kleine Symbol, jeder unüberlegte Satz wird bis ins Skurrile verdreht und geahndet. Während der Ton in der ersten Romanhälfte noch von&nbsp; Leichtigkeit geprägt ist, verfinstert sich die Atmosphäre zunehmend.</p>
<p>„Mauerpogo“ ist eine Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte und Gesellschaftsporträt, das von Freundschaft, Wut und Rebellion erzählt.</p>
<p>Dabei steht Jo stellvertretend für viele Teenager, die sich in der DDR-Diktatur nicht zu Hause fühlten. Der Roman zeigt, wie aus jugendlicher Selbstbehauptung politischer Widerstand wird, und erinnert daran, wie wichtig es ist, laut zu sein, wenn andere schweigen.</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7066 alignleft" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/08/Schultz_Mauerpogo_2025.jpg" alt width="200" height="308">Sonja M. Schultz: „Mauerpogo”, Blumenbar, Berlin 2025, 368 Seiten, 22 € (Hardcover).</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #2: Alle Jahre wieder, wieder</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-2-alle-jahre-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Robert Nehring]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2025 07:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jeden Herbst rückt der Osten kurz ins Rampenlicht: Tag der Deutschen Einheit, Mauerfall, Mediatheken voller DDR-Dokus. Dann verschwindet er wieder bis zum nächsten Mal. Der Politikwissenschaftler Julian Nejkow spürt in seiner mehrteiligen Kolumne den Unterschieden, Ungleichheiten und Unklarheiten im deutsch-deutschen Verhältnis nach. Teil zwei handelt noch einmal vom Ritual des Redens über den Osten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt [...]
</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Herbst rückt der Osten kurz ins Rampenlicht: Tag der Deutschen Einheit, Mauerfall, Mediatheken voller DDR-Dokus. Dann verschwindet er wieder bis zum nächsten Mal. Der Politikwissenschaftler Julian Nejkow spürt in seiner mehrteiligen Kolumne den Unterschieden, Ungleichheiten und Unklarheiten im deutsch-deutschen Verhältnis nach. Teil zwei handelt noch einmal vom Ritual des Redens über den Osten.</p>
<p><span id="more-8301"></span></p>
<div id="attachment_8046" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600"><p id="caption-attachment-8046" class="wp-caption-text">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser</p></div>
<p>Ein wenig überrascht, fast pikiert war ich. Wo waren sie, die vielen Bilder, die ich gewöhnt war, am 9. November über den Bildschirm flimmern zu sehen? Dieses eine etwa, das wir alle kennen, wo Menschen am Abend des 9. November 1989 an der Mauer vor einem Trabi stehen und sich weinend in den Armen liegen – Fehlanzeige!</p>
<p>Sonntag im ÖRR nach dem Kinderprogramm: Bares für Rares, Bares für Rares, Krimi, Krimi, Bares für Rares, Krimi ... Dann hoffte ich auf den Mitteldeutschen Rundfunk. Was ich da zur Primetime sah, ließ wenigstens aufhorchen. Doch der Reihe nach.</p>
<p>Der Oktober war durch die „Ostbrille“ vermeintlich ruhig, doch anstatt sich mit Passiertem zu beschäftigen, konkret dem weitgehenden Fehlen von wichtigen Ostdeutschen bei der Einheitsfeier am 3. Oktober, ist schnell etwas anderes mit Aufregerpotenzial gefunden: Die AfD steht in Sachsen-Anhalt, zehn Monate vor der Wahl, bei 40 Prozent in den Umfragen. Grafiken zeigen sofort, wie weit weg sie noch von der absoluten Mehrheit ist. Da ist es wieder, das Böse, das Schmutzige oder Real Talk: der Osten! Wieder wird über, nicht mit „dem Osten“ gesprochen. Gerade noch gehyped, jetzt wieder gedisst.</p>
<p>Dabei wäre vieles möglich gewesen. Zum Beispiel: Wie läuft es in der Kulturhauptstadt Europas – in Chemnitz? Wie läuft der Strukturwandel in der Lausitz? Doch es wird geschwiegen oder man muss lange suchen in den Mediatheken und Gazetten. Dort ist der „Osten“ dann doch dauerhaft vertreten, in den Krimis oder der ein oder anderen „Liebesfilmproduktion“.</p>
<p>Doch vielleicht tue ich der Öffentlichkeit Unrecht. Vielleicht, so dachte ich Anfang des Monats, wird nur Anlauf genommen für die große Berichterstattung über den Mauerfall. Doch ich merkte schon in der Woche vor dem 9. November: So richtig viel ist nicht zu erwarten. Bei Lanz ist die kluge Journalistin Anne Hähnig zu Gast, die schon längst sehr viel mehr als eine Ostexpertin ist. Am Freitag bei der Heute Show versucht Köster, den Spitzenkandidaten der CDU Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, zu „coachen“ oder sowas Ähnliches. Es wirkt fast niedlich und doch bleibt dieses „Geschmäckle“, dass man den Sachsen-Anhaltern doch irgendwie helfen müsse, bevor man sie wieder in den komödiantischen Dreck ziehen wird. Spätestens zur Wahl im nächsten Jahr.</p>
<p>Eigentlich wollte ich den Samstag frei machen, aber ich stolperte über ein großartiges Projekt, das im Heute Journal vorgestellt wird. Doch dann muss ich wieder resigniert wegschalten, denn mein Bruder, Historiker und Lehrer, erzählte mir schon öfter, dass sie im Lehrstoff nicht selten nicht einmal bis zur Wende kommen. Ernüchternd. So beginnt auch der Tag, jener 9. November, der uns Deutschen als mindestens dreifaches Datum gilt. Doch vielen ist seine vierte Bedeutung nicht klar. Die Hinrichtung eines gewissen Robert Blums, eines Wortführers der gescheiterten Revolution 1848. Halten wir diesen Gedanken einen Augenblick fest und fragen uns, ob es Blum war, der dem Bundespräsidenten Inspiration für seine Rede bei der sonntäglichen Matinee (musste ich erst mal googlen) gab und zum großen Thema des 9. November 2025 wurde. Bis zum 11. November, als Friedrich Merz 70 wurde und die fünfte Jahreszeit begann.</p>
<p>So schnell geht es, wie so häufig. Doch wann, wenn nicht jetzt, sollten wir noch innehalten? Der Tod von Blum am 9. November ist schon 177 Jahre her. Das Ende des Ersten Weltkriegs 107 Jahre, die Reichsprogromnacht 87 Jahre und selbst der Fall der Berliner Mauer jährte sich zum 36. Mal. Bezüglich Zeitzeugen können wir nur noch mit jenen reden, die Letzteres erlebt haben. Wie wichtig es ist, diese Möglichkeit zu nutzen, lernten und lernen wir aus dem Vermächtnis der vielen Opfer und doch Überlebenden des Zweiten Weltkriegs.</p>
<p>Verpassen wir diese Gelegenheiten nicht, sie werden jedes Jahr weniger und somit umso wichtiger. Apropos verpassen: Zur Primetime flimmerte am Abend dann doch noch David Hasselhoff über die Scheibe. Wie ich sagte: Alle Jahre wieder, wieder!</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8127" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow_Hoellenjahre.jpg" alt width="200" height="284">Julian Nejkow: „Höllenjahre – von jetzt auf gleich”, epubli, Berlin 2024, 336 Seiten, 19,90 € (Softcover).</p>
<p>Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.Ölbart.de" target="_blank" rel="noopener">Ölbart.de</a>.</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Buchvorstellung: Der große Schock</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-der-grosse-schock/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2025 06:30:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vielen Ostdeutschen steckt der radikale Strukturwandel der Nachwendezeit und die fragwürdige Treuhandpolitik noch immer tief in den Knochen. Warum sind sie bis heute verstummt? Das neue Buch „Der große Schock“ von Katrin Rohnstock zeigt, wie sich die große Politik von damals im Kleinen niederschlug.</p>
<p>In ihrem Buch lässt die Herausgeberin zahlreiche Stimmen zu Wort kommen, die jetzt – Jahrzehnte später – ihr Schweigen gebrochen haben. Die berührenden, teils dramatischen Geschichten der Menschen aus fünf Thüringer Betrieben stehen dabei exemplarisch für die [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Ostdeutschen steckt der radikale Strukturwandel der Nachwendezeit und die fragwürdige Treuhandpolitik noch immer tief in den Knochen. Warum sind sie bis heute verstummt? Das neue Buch „Der große Schock“ von Katrin Rohnstock zeigt, wie sich die große Politik von damals im Kleinen niederschlug.</p>
<p><span id="more-8030"></span></p>
<p>In ihrem Buch lässt die Herausgeberin zahlreiche Stimmen zu Wort kommen, die jetzt – Jahrzehnte später – ihr Schweigen gebrochen haben. Die berührenden, teils dramatischen Geschichten der Menschen aus fünf Thüringer Betrieben stehen dabei exemplarisch für die traumatischen Erfahrungen eines Großteils der DDR-Bevölkerung. So verweigerte die Treuhand in Eisenberg etwa Anfang der 1990er-Jahre eine Übernahme durch die erfahrene ostdeutsche Werksleitung, welche gerade dabei war, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Die Folge waren Massenentlassungen, ein schleichender Verfall und schließlich die Insolvenz. Kein Einzelfall, sondern ein Scheitern mit System. Die Treuhandanstalt ist das „Synonym für den Niedergang industrieller Strukturen, der bis heute nachwirkt“, schreibt Rohnstock.</p>
<p>Auch die Geschichten über das Henneberger Porzellanwerk aus Ilmenau, das nach der Wende von der Treuhand privatisiert wurde, lassen den Leser nicht kalt. Aus unterschiedlichen Perspektiven berichten die Zeitzeugen, wie es trotz hoher Produktqualität und stabiler Kundenbeziehungen zu mehreren Entlassungswellen kam, von denen sich das Unternehmen nicht mehr erholen sollte. Wie sich herausstellte, war das Ende der Firma mit dem fehlenden Zusammenhalt der ehemals 3.000 Mitarbeitenden besiegelt, die als gewachsene Gemeinschaft einst mehr im Unternehmen gesehen haben, als einen bloßen Arbeitsplatz. Für sie war es ein identitätsstiftender Ort, der über Generationen hinweg mit den Biografien der Menschen vor Ort verflochten war.</p>
<p>Ein weiteres Thema ist die Schließung des wirtschaftlich tragfähigen Kalibergwerks in Bischofferode 1993 durch die Treuhand. Dabei handelte es sich um eine machtpolitische Entscheidung, gegen welche die Belegschaft erbitterten Widerstand mit Demonstrationen und einem Hungerstreik leistete. Doch auch hier war den Betroffenen trotz bundesweiter medialer Aufmerksamkeit kein guter Ausgang vergönnt.</p>
<p>Jede der festgehaltenen Erzählungen zeugt auf ihre Weise von Ohnmacht und Verzweiflung, aber auch von der Beharrlichkeit der Ostdeutschen und ihrem Widerstand. Sie machen ein Stück weit verständlicher, warum die Wiedervereinigung bei vielen bis heute einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen hat. Mit gesellschaftlichen Umbrüchen gehen oftmals ganze Lebenswelten durchdringende Schocks einher, welche die Betroffenen nie wirklich loslassen. Die Transformation Ostdeutschlands in der Nachwendezeit kam einer sozialen und ökonomischen Entwurzelung gleich. Der Verlust von Sicherheit, von Gemeinschaft und Arbeitsplätzen führte zu einer kollektiven Erschütterung. Arbeitslosigkeit war für DDR-Bürger, denen auf Lebenszeit Arbeitsplätze garantiert waren, unvorstellbar gewesen. Plötzlich aber wurde sie zur neuen Realität von Millionen. Eine tiefsitzende und beschämende Demütigung für viele.</p>
<p>Während sich die Medienwelt gern auf positive Erfolgsgeschichten und wirtschaftliche Aufholjagden stürzt, gehen die Schicksalsschläge einzelner Menschen meist unter. In diesem Buch finden sie Gehör. Zusammen sind sie der Versuch, für das „Treuhand-Trauma“ – den kollektiven Verlust von Arbeit – Worte zu finden und sichtbar zu machen, was dieser tiefgreifende Wechsel der Gesellschaftsordnung individuell bedeutete.</p>
<p>Die Geschichten, die Konflikte und Krisen thematisieren, über die bis heute nur wenig gesprochen wird, entstanden in Erzählsalons. Einem von Rohnstock entwickelten Format, in dem Menschen in einer vertraulichen Atmosphäre zusammenkommen und bei dem darauf geachtet wird, dass jedem zugehört wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<table>
<tbody>
<tr>
<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8032" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Der-grosse-Schock-web.jpg" alt width="188" height="300">Katrin Rohnstock (Hg.): „Der große Schock. Ostdeutsche erzählen von den Folgen der Treuhandpolitik“, BeBra Verlag, Berlin 2025, 240&nbsp;Seiten, 22 € (Paperback)</p></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-der-grosse-schock/">Buchvorstellung: Der große Schock</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jägerschnitzel. Der Ost-Ost-Blick #1: Alle Jahre wieder</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/jaegerschnitzel-der-ost-ost-blick-1-alle-jahre-wieder/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 06:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=8045</guid>

					<description><![CDATA[<p>Jeden Herbst rückt der Osten kurz ins Rampenlicht: Tag der Deutschen Einheit, Mauerfall, Mediatheken voller DDR-Dokus. Dann verschwindet er wieder bis zum nächsten Mal. Der Politikwissenschaftler Julian Nejkow spürt in seiner mehrteiligen Kolumne den Unterschieden, Ungleichheiten und Unklarheiten im deutsch-deutschen Verhältnis nach. Teil eins handelt vom Ritual des Redens über den Osten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich [...]
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeden Herbst rückt der Osten kurz ins Rampenlicht: Tag der Deutschen Einheit, Mauerfall, Mediatheken voller DDR-Dokus. Dann verschwindet er wieder bis zum nächsten Mal. Der Politikwissenschaftler Julian Nejkow spürt in seiner mehrteiligen Kolumne den Unterschieden, Ungleichheiten und Unklarheiten im deutsch-deutschen Verhältnis nach. Teil eins handelt vom Ritual des Redens über den Osten.</p>
<p><span id="more-8045"></span></p>
<div id="attachment_8046" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-8046" class="wp-image-8046" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow.jpg" alt="Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser" width="600" height="600"><p id="caption-attachment-8046" class="wp-caption-text">Julian Nejkow, 1988 in Thüringen geboren, ist Deutsch-Bulgare mit Bindestrichidentität. Er hat Politikwissenschaft in Jena und Dresden studiert. Seit 2021 beschäftigt er sich verstärkt mit Ostdeutschland. Abbildung: Paul Glaser</p></div>
<p>Routinen geben uns Halt. So wird in vielen Haushalten zu Weihnachten das bekannte Lied „Alle Jahre wieder” gesungen. Ebenso ist es für uns völlig normal, dass wir ab August/September durch Weihnachtsgebäck und Co. in Weihnachtsstimmung gebracht werden. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.</p>
<p>Eine ebenso manifestierte Routine in den ostdeutschen Landen, in denen ich zu Hause bin, weckt keine Vorfreude in mir, eher macht sie mich aggressiv. Den ersten Akt dieses Rituals haben wir schon hinter uns. Der 3. Oktober, der „Tag der Deutschen Einheit”, ist ein Feiertag, der eher gewürfelt als historisch gewachsen ist. Diesmal fand die Einheitsfeier in Saarbrücken statt, der Festakt geschmückt von der Rede des französischen Präsidenten sowie vielerlei Kunst und Kultur. Die „neuen Länder“ nicht nur geografisch weit weg, sondern im Prinzip auch kaum politisch oder gesellschaftlich vertreten, wie so oft. Auch die Berichterstattung zum 3. Oktober, geprägt von der Rede Macrons sowie den Stärken und den Schwächen der kokettierten „Ruckrede“ des Bundeskanzlers. Der „Osten“ war mal wieder eine Randbemerkung wert. Dass die Renten endlich angeglichen sind, dass dies und jenes auf einem guten Weg ist und am Ende, wie immer, noch eine Statistik, die noch Aufholbedarf zeigt. Garniert wird diese Berichterstattung mit „westdeutscher Brille“ gern mit einem politischen Schmankerl: die Wahlumfragen in den ostdeutschen Ländern, die sämtlich die AfD vorn wähnen und zeigen, der „Ossi“ hat die Demokratie immer noch nicht verstanden.</p>
<p>Ob sich jemand bei den Franzosen ein solches Urteil trauen würde? Wenn man voraussetzte, dass das Wählen von Rechtspopulisten per se ein Demokratiedefizit bedeuten würde.</p>
<p>Doch zurück zum Ritual. Diesmal haben sich die Medien mit Sitz linksseitig der Elbe gewappnet. Artikel im Politik- und Kulturteil, selbst das Feuilleton war voller Beiträge über „den Osten“. Von der ostdeutschen Seele bis zum Labor-Charakter der „neuen“ Länder, von Strukturwandel und Innovation, Nostalgie und Dystopien.</p>
<p>Auch der Rundfunk lässt sich nicht lumpen. In den Mediatheken unzählige Filme, Dokus, Podcasts und allerlei dazwischen und außerhalb, einiges über die DDR, einiges über die Zeit danach bis heute.</p>
<p>Einige benutzen den Begriff „neue Länder”, andere „Ostdeutschland”, wiederum andere erfinden Kunstbegriffe, deren Nennung den Rahmen sprengen würde.</p>
<p>Auf die Idee, die Sachsen Sachsen zu nennen und die Thüringer Thüringer, auf diese kommen die wenigsten. Wie irreführend der Versuch sein kann, etwas Ostdeutsches in all dem zu finden, zeigt das Gegenbeispiel: Bayern und Baden-Württemberger pauschal als Süddeutsche zu bezeichnen und ihnen dieselben Eigenschaften zuzuschreiben – ein Aufschrei ginge vor allem durch den Süden der Republik.</p>
<p>Dieser Aufschrei würde wohl länger anhalten, als der kurze mediale Fokus auf den „Osten“, der seinen Höhepunkt stets rund um den 9. November findet. Dies ist der zweite Akt im Ritual.</p>
<p>Diesmal wird dem Mut der DDR-Bürger gehuldigt, eine friedliche Revolution geschafft zu haben. Wir sehen die Bilder, die wir immer sehen. Wie die Mauer fällt, die Massen der Menschen, die Freude und irgendwo ist immer David Hasselhoff. Diesmal, im Vergleich zum ersten Akt, werden Verantwortliche und Zeitzeugen eingeladen, in Interviews und Talkshows, um die Geschehnisse aus ihrer Sicht zu schildern – die turbulenten Tage, Wochen und Monate danach. Wenige von ihnen, vor allem von den Verantwortungsträgern rund um den Mauerfall, spielten bei der Aushandlung oder gar der Unterzeichnung des Einigungsvertrags, der am 3. Oktober 1990 in Kraft trat, eine Rolle, was wiederum erklärt, weshalb die 3.-Oktober-Jahrestag-Routine eine andere ist.</p>
<p>So kommt es nicht selten vor, dass spätestens am 11. November zur Eröffnung des Karnevals in einigen Teilen der Republik das Buch „Ostdeutschland” so schnell als möglich zugeschlagen wird.</p>
<p>Geöffnet wird es nur noch, wenn erneut der „Braune” oder der „Blaue” in Erscheinung tritt oder Chemnitz Kulturhauptstadt ist. Ansonsten gilt die Zeit zwischen 3. Oktober und 9. November als „Osttime“ und das „Alle Jahre wieder“, auch nächstes Jahr. Das ist so sicher wie der Lebkuchen im August in den Regalen. Routinen geben uns eben Halt.</p>
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<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-8127" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Nejkow_Hoellenjahre.jpg" alt width="200" height="284">Julian Nejkow: „Höllenjahre – von jetzt auf gleich”, epubli, Berlin 2024, 336 Seiten, 19,90 € (Softcover).</p>
<p>Mehr Informationen unter&nbsp;<a href="http://www.Ölbart.de" target="_blank" rel="noopener">Ölbart.de</a>.</p></td>
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		<title>Der Osten als Avantgarde #7: Ost-Science-Fiction – mehr als nur Unterhaltung?</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/der-osten-als-avantgarde-7-ost-science-fiction-mehr-als-nur-unterhaltung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 05:30:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kessel Buntes]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=7727</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, den Charme Ostdeutschlands sichtbar zu machen. In Teil sieben ihrer Kolumne zeigt Gordon Freiherr von Godin, Direktor des DDR Museums in Berlin, wie Science-Fiction in der DDR die Fantasie beflügelt und gesellschaftliche Realitäten gespiegelt hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7733" class="wp-image-7733" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/GordonvonGodin_Foto.jpg" alt="Gordon Freiherr von Godin ist Direktor des DDR Museums in Berlin-Mitte. Abbildung: Gordon Freiherr von Godin" width="600" height="338">Gordon Freiherr von Godin. Abbildung: DDR Museum, Berlin 2025<br />
„Weltall Erde Mensch“ [...]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das Netzwerk der gemeinnützigen Initiative DenkRaumOst hat es sich zum Ziel gesetzt, den Charme Ostdeutschlands sichtbar zu machen. In Teil sieben ihrer Kolumne zeigt Gordon Freiherr von Godin, Direktor des DDR Museums in Berlin, wie Science-Fiction in der DDR die Fantasie beflügelt und gesellschaftliche Realitäten gespiegelt hat.</p>
<p><span id="more-7727"></span></p>
<div id="attachment_7733" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7733" class="wp-image-7733" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/GordonvonGodin_Foto.jpg" alt="Gordon Freiherr von Godin ist Direktor des DDR Museums in Berlin-Mitte. Abbildung: Gordon Freiherr von Godin" width="600" height="338"><p id="caption-attachment-7733" class="wp-caption-text">Gordon Freiherr von Godin. Abbildung: DDR Museum, Berlin 2025</p></div>
<p>„Weltall Erde Mensch“ ist der Name des Buches, welches meine Mama und viele andere zu ihrer Jugendweihe in den 60er-Jahren in der DDR bekamen. Auf dem Umschlag ein futuristisch anmutendes Bild einer Weltraumstation riesigen Ausmaßes. Dass die Illustrationen von DDR-Künstlern nicht nur im Science-Fiction-Bereich auch heute noch in den höchsten Tönen gelobt werden, hängt auch mit der Überzeichnung von ikonenhaften, spektakulären Zukunftswelten zusammen.</p>
<p>Haben wir nicht heute, dank Internet, die Möglichkeiten, alles und sofort zu beantworten? Haben wir dadurch vielleicht das Träumen und das Zukunftsdenken vergessen? Welche Visionen über die Zukunft haben wir noch? Das Genre ist im Vergleich zur Frühzeit der 50er- und 60er-Jahre ziemlich eingerostet. SF ist bei Weitem nicht tot, aber so richtig lebendig?</p>
<p>Der Schock im Westen über den ersten Satelliten im All am 4. Oktober 1957 war jedenfalls ganz enorm. Die Jugend der End-50er- und 60er-Jahre sollte schon früh lernen, dass die Wissenschaft im All den Fortschritt bedeutet und am Ende der Sieg über die westliche Welt wartet. Das „Interkosmos“-Programm der Sowjetunion sollte es auch anderen befreundeten Nationen ermöglichen, ins All zu fliegen. Der erste Mensch im All war dann auch 1960 der sowjetische Offizier Juri Gagarin, und der erste Deutsche im All kam aus dem Osten und hieß Sigmund Jähn.</p>
<div id="attachment_7796" style="width: 610px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-7796" class="wp-image-7796" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/10/Weltall_Erde_Mensch-1.jpg" alt="Buch „Weltall Erde Mensch“. Abbildung: DDR Museum, Berlin 2025" width="600" height="505"><p id="caption-attachment-7796" class="wp-caption-text">Buch „Weltall Erde Mensch“. Abbildung: DDR Museum, Berlin 2025</p></div>
<p>Die Utopie, den Weltraum für alle Menschen, egal welcher Nationalität, friedlich zu nutzen, war bereits in den Anfängen zum Scheitern verurteilt. Der Kampf um die Vormachtstellung im Weltall kennzeichnete den Kalten Krieg und fraß auch dort unglaubliche Ressourcen – auf beiden Seiten. Die friedliche Nutzung war erst in den 90er-Jahren wieder im Fokus. Jedoch war auch die Utopie im Film recht weit. Schaut man sich heute zum Beispiel den DEFA-Streifen „Eolomea” von 1972 an, so sieht man eine Filmtechnik, die sich nicht hinter anderen verstecken musste. Die Orbitalstation hieß „Margot“, wie die Ministerin für Erziehung. Die Station ist riesig, die Arbeit mit Miniaturen sichtbar und doch nicht auffällig. Die Landung des Raumgleiters auf der Station ist technisch auf dem Stand der Zeit. Inhaltlich ging es um eine Wissenschaftlerin, die das Abhandenkommen von Frachtschiffen in der Nähe der Orbitalstation aufklären muss. Gemischt mit einer Liebesgeschichte ist der Film heute sehenswert.</p>
<p>Weitaus komplexer war das Leben hier auf der Erde im Bereich von Forschung und Wissenschaft. Die DDR verstand sich trotz weniger Energieressourcen als ein Land des technischen Fortschritts. Um hier auch die Grundlage bei der Jugend zu schaffen, gab es reichlich Futter. So entstanden circa 500 Science-Fiction-Romane in den 40 Jahren des Bestehens. Und aufgrund von ständigem Papiermangel lagen die Erstauflagen nie über 50.000 Stück. Häufig waren sie auf zehn bis zu 15.000 Exemplare limitiert und somit auch rasch im Land des Lesens ausverkauft.</p>
<p>Politische Absichten und Einflussnahme gab es auch in diesem Genre. So haben einige Romane den Klassenkampf in die Zukunft versetzt und den Kommunismus samt Vorstufe als futuristischen Sieger dargestellt. Man konnte in der späteren Ära aber auch feststellen, wie zum Beispiel die Überwachung von Gesellschaften kritisiert wurde, oft unterschwellig, wie so häufig in der DDR-Kunstszene. Hauptthema der Ost-Science-Fiction blieb der Weltraum mit seinen offenen, weiten Welten, den außerirdischen Lebensformen und der Auseinandersetzung der Menschen mit diesen.</p>
<p>Das Genre Science-Fiction war in der DDR-Literatur allerdings recht schmal besetzt. Westliteratur war verboten und dadurch nicht massentauglich, eher nur vereinzelt zu lesen. So mussten sich die Liebhaber mit dem polnischen Autor Stanislaw Lem und den bekanntesten sowjetischen SF-Schriftstellern, Sergei Snegow und den Gebrüdern Strugatzki, begnügen. Das tat jedoch dem Fan-Sein keinen Abbruch. Die limitierten Auflagen waren häufig vergriffen.</p>
<p>In der DDR gab es eine Autorenschaft um Angela und Karlheinz Steinmüller, Karl-Heinz Tuschel, Günther Krupkat, Wolf Weitbrecht, Jürgen Brinkmann. Die Utopien waren allesamt durchströmt von Beschreibungen der gesellschaftlichen Herausforderungen, immer – und das ist wichtig – systemkonform, das heißt, durchaus auch politisch fein mit der politischen Führung der DDR. Waren Science-Fiction-Romane nicht gemäß den Vorstellungen der Partei, so wurden sie einfach nicht gedruckt. Ein Verbot war dann schon überflüssig. Was man mit Sicherheit behaupten kann, ist jedoch, dass die meisten Romane keine Utopien einer kommunistischen Gesellschaftsordnung darstellten. Man kann noch heute gut Romane wie zum Beispiel „Andymon. Eine Weltraum-Utopie“ von Angela und Karlheinz Steinmüller aus dem Jahr 1982 lesen. Dieser Roman ist nicht von politischen Parolen durchsetzt, sondern vielmehr geprägt von Menschlichkeit, von Entwicklungen und den Herausforderungen von Gesellschaften unterschiedlichster Prägungen. Also alles in allem durchaus aktuelle Lernthemen des Ostens im Prozess von Identitätsfindung und Weiterentwicklung einer Gesellschaft.</p>
<p>Was bleibt also von der Ost-Science-Fiction? Es ist wie auf allen Ebenen der Kunst dem Betrachter überlassen, was er aus der Utopie der Werke macht. Die Nutzung steht ihm frei, die Bücher finden sich auf Jahrmärkten und auf Kleinanzeigen.de, die DEFA-Stiftung packt vieles kostenfrei in den Youtube-Kanal, die Kunst ist gegen Eintritt in namhaften Museen wie dem Barberini oder dem MINSK zu sehen.</p>
<p>Abseits von Konsum und Ablenkung findet also der Interessierte den Weg zurück, ganz sicher!</p>
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<td><strong>Die nächsten Live-Termine von DenkRaumOst</strong>
<p><a href="http://www.denkraumost.de/events">denkraumost.de/events</a></p></td>
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		<title>Buchvorstellung: Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR</title>
		<link>https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-die-blauen-schwerter-meissen-in-der-ddr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2025 05:30:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ostdeutschland.info/?p=7530</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie ließen sich Luxusprodukte mit sozialistischer Ideologie vereinbaren? Wer kaufte Meissener Porzellan und wohin wurde es exportiert? Wie sah der Arbeitsalltag in der Herstellung aus? Der Begleitband zur Sonderausstellung im Japanischen Palais in Dresden erzählt die Geschichte der traditionsreichen Manufaktur.</p>
<p>Meissener Porzellan hatte in der DDR einen hohen Prestigewert. Aufgrund ihrer weltweiten Bekanntheit und ihrer internationalen Handelsbeziehungen kam der Manufaktur zudem eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung zu. Auch in der Bundesrepublik erfreute sich das Meissener Porzellan großer Beliebtheit und Nachfrage.<br />
Der Begleitband beleuchtet [...]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-die-blauen-schwerter-meissen-in-der-ddr/">Buchvorstellung: Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie ließen sich Luxusprodukte mit sozialistischer Ideologie vereinbaren? Wer kaufte Meissener Porzellan und wohin wurde es exportiert? Wie sah der Arbeitsalltag in der Herstellung aus? Der Begleitband zur Sonderausstellung im Japanischen Palais in Dresden erzählt die Geschichte der traditionsreichen Manufaktur.</p>
<p><span id="more-7530"></span></p>
<p>Meissener Porzellan hatte in der DDR einen hohen Prestigewert. Aufgrund ihrer weltweiten Bekanntheit und ihrer internationalen Handelsbeziehungen kam der Manufaktur zudem eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung zu. Auch in der Bundesrepublik erfreute sich das Meissener Porzellan großer Beliebtheit und Nachfrage.</p>
<p>Der Begleitband beleuchtet erstmals die Geschichte der Manufaktur in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er zeigt, welche individuellen Erfahrungen und Erinnerungen mit dem identitätsstiftenden Mythos „Meissen“ in Ost- und Westdeutschland verbunden sind.</p>
<p>In ihrer Einführung hebt Mitherausgeberin Julia Weber hervor, dass sich am Beispiel der Meissener Porzellanmanufaktur die engen wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen Ost- und Westdeutschland zeigten. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte sei demnach ein „aufschlussreiches Puzzlestück“ der gesamtdeutschen Erzählung.</p>
<p>Die folgenden Beiträge gliedern sich in vier reich bebilderte Kapitel, die unterschiedliche Aspekte der Meissener Manufakturgeschichte in der DDR beleuchten: von der politischen Bedeutung über die künstlerische Entwicklung bis hin zur wirtschaftlichen Lage und zu den Erfahrungen der Mitarbeitenden. Das erste Kapitel mit dem Titel „Porzellan und Politik“ untersucht die Rolle der weltberühmten Manufaktur im Rahmen der sozialistischen Staatsideologie. Das zweite Kapitel befasst sich mit dem Auftrag, neben historischen Formen auch neue Entwürfe zu schaffen, darunter das bekannte Dekor „1001 Nacht“. Das dritte Kapitel analysiert die wirtschaftliche Situation Meißens, während das vierte Kapitel den Blick auf die Geschichten der Menschen hinter den Kulissen richtet.</p>
<p>Der Band enthält neben Beiträgen von Suzanne L. Marchand, Thomas Flierl, Dierk Hoffmann, Linda Söffker, Christian Lechelt, Klara Nemeckova und vielen anderen auch eine Chronik der Porzellanmanufaktur Meissen zwischen 1945 und 1996 von Sebastian Bank sowie Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.</p>
<p>Die Sonderausstellung „Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR” ist vom 20. September 2025 bis zum 22. Februar 2026 im Japanischen Palais in Dresden zu sehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<td><strong>BUCHTIPP: </strong>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-7518" src="https://ostdeutschland.info/wp-content/uploads/2025/09/Staatliche-Kunstsammlungen-Dresden_Weber_Bank_Die-blauen-Schwerter_Meissen-in-der-DDR_2025.jpg" alt width="200" height="257">Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Julia Weber, Sebastian Bank (Hgg.): „Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR”, Ch.Links Verlag, Berlin 2025, 280 Seiten, 35 € (Klappenbroschur mit Abbildungen). Bild: Ch. Links Verlag</p></td>
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<p>Der Beitrag <a href="https://ostdeutschland.info/buchvorstellung-die-blauen-schwerter-meissen-in-der-ddr/">Buchvorstellung: Die blauen Schwerter. Meissen in der DDR</a> erschien zuerst auf <a href="https://ostdeutschland.info">ostdeutschland.info</a>.</p>
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