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Berlin 2035: Eine Weltausstellung als Katalysator

In Ber­lin hat sich eine aus 250 Mit­glie­dern und rund 5.000 Unter­stüt­zern bestehen­de Initia­ti­ve das Ziel gesetzt, eine Bewer­bung für die Expo 2035 ein­zu­rei­chen. Mit ihr wol­len der Ver­ein Glo­bal Goals für Ber­lin e. V. und die Expo 2035 Ber­lin GmbH die Haupt­stadt zum Ort einer Welt­aus­stel­lung der Zukunft machen.

Das Konzept für die mögliche Expo sieht auch einen urbanen Satellitenstandort in Tegel vor. Abbildung: Expo 2035 Berlin GmbH

Das Kon­zept für die mög­li­che Expo sieht auch einen urba­nen Satel­li­ten­stand­ort in Tegel vor. Abbil­dung: Expo 2035 Ber­lin GmbH

Die Idee für die Initia­ti­ve kam dem gemein­nüt­zi­gen Ver­ein Glo­bal Goals Ber­lin durch sei­nen Ein­satz für die 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le der Ver­ein­ten Natio­nen bis 2035. Der Ver­ein setzt sich gemein­sam mit der Ber­li­ner Stadt­ge­sell­schaft für die Umset­zung die­ser Zie­le ein. So ist 2024 das Unter­neh­men Expo 2035 GmbH ent­stan­den. Das Kon­zept wirbt mit der his­to­ri­schen Ein­ma­lig­keit von Welt­aus­stel­lun­gen, dass der Impuls einer Bewer­bung aus der Zivil­ge­sell­schaft und nicht von staat­li­chen Insti­tu­tio­nen kommt.

Weltausstellung 2035: kein klassisches Großevent

Ziel der aus 750 Pro­jek­ten bestehen­den Initia­ti­ve ist es, zu zei­gen, wie Ber­lin sozi­al gerecht, öko­lo­gisch ver­ant­wor­tungs­voll und wirt­schaft­lich inno­va­tiv gestal­tet wer­den kann. Dario Dill, Chief Ope­ra­ting Offi­cer von Glo­bal Goals Ber­lin, erklärt: „Wir wol­len Ber­lin in den kom­men­den Jah­ren gemein­sam zum Vor­bild für Nach­hal­tig­keit, Inno­va­ti­on und Trans­for­ma­ti­on machen – und wir fan­gen jetzt an.“

Die ers­ten Ent­wür­fe für die mög­li­che Expo 2035 gibt es seit Anfang Novem­ber. Sie zei­gen eine dezen­tral orga­ni­sier­te Welt­aus­stel­lung, die sich über die gesam­te Stadt erstreckt. In der Archi­tek­tur wer­den modu­la­re, wie­der­ver­wend­ba­re und emis­si­ons­ar­me Lösun­gen mit Tech­no­lo­gien wie Pho­to­vol­ta­ik-Fas­sa­den, begrün­ten Dächern und adap­ti­ven Sys­te­men kom­bi­niert. So soll die Expo-Archi­tek­tur Stadt­le­ben und die 17 Nach­hal­tig­keits­zie­le der UN mit­ein­an­der ver­bin­den und Ber­lin als Labor einer ver­netz­ten Zukunfts­stadt präsentieren.

  • Das Konzept für die mögliche Expo sieht auch einen urbanen Satellitenstandort in Tempelhof vor. Abbildung: Expo 2035 Berlin GmbH
    Das Kon­zept für die mög­li­che Expo sieht auch einen urba­nen Satel­li­ten­stand­ort in Tem­pel­hof vor. Abbil­dung: Expo 2035 Ber­lin GmbH

Ein zen­tra­les EXPO-Are­al soll als Kno­ten­punkt die­nen. Es soll als Ort der Begeg­nung, For­schung und inter­na­tio­na­len Reprä­sen­ta­ti­on mit Län­der­pa­vil­lons die­nen. Ergänzt wird das Are­al durch „Kiez-Labs“ und ver­schie­de­ne urba­ne Satel­li­ten­stand­or­te, bei­spiels­wei­se in Tegel, Tem­pel­hof, Mar­zahn oder am Funk­haus Nal­e­pa­stra­ße. Jeder Stand­ort soll dabei einen bestimm­ten Schwer­punkt, wie bei­spiels­wei­se Ener­gie & Mobi­li­tät oder Kul­tur & Krea­ti­vi­tät, abdecken.

Über die archi­tek­to­ni­sche Visi­on hin­aus liegt bereits ein aus­führ­li­cher Busi­ness­plan von PwC vor, der die Rea­li­sier­bar­keit sowie den wirt­schaft­li­chen Mehr­wert einer mög­li­chen EXPO 2035 in Ber­lin bestä­tigt. Den Berech­nun­gen zufol­ge könn­te die Welt­aus­stel­lung rund 2,1 Mil­li­ar­den Euro Umsatz erzie­len und bis 2035 gesamt­wirt­schaft­li­che Impul­se in zwei­stel­li­ger Mil­li­ar­den­hö­he aus­lö­sen. Schon die Ber­li­ner Gewer­be­aus­stel­lung von 1896 demons­trier­te, wie Inno­va­ti­on und gesell­schaft­li­cher Fort­schritt öffent­lich erfahr­bar wer­den kön­nen. An die­se Tra­di­ti­on möch­ten die Initia­to­ren der EXPO 2035 anknüp­fen – aller­dings mit einem moder­nen Ver­ständ­nis von Nach­hal­tig­keit, Betei­li­gung und zukunfts­ori­en­tier­ter Ent­wick­lung. Um das Vor­ha­ben erfolg­reich zu gestal­ten, set­zen Glo­bal Goals Ber­lin und die Expo 2035 Ber­lin GmbH auch auf Crowd­fun­ding-Kam­pa­gnen. Die Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne „Start­Next“ ist am 20. Okto­ber gestar­tet und läuft bis zum 31. Dezem­ber. Das Ziel besteht dar­in, 100.000 Euro für die nächs­te Ent­wick­lungs­pha­se der Expo-2035-Pro­jek­te zu erreichen.

 

IHK-Berlin-Hauptgeschäftsführerin, Manja Schreiner, IHK Präsident, Sebastian Stietzel und der CEO der Expo Berlin GmbH, Henning Wehmeyer mit der Urkunde für die IHK Berlin als ersten Teilhaber der Beteiligungsgesellschaft. Abbildung: Matthias Gottwald.

IHK-Ber­lin-Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Man­ja Schrei­ner, IHK-Prä­si­dent Sebas­ti­an Stiet­zel und der CEO der Expo 2035 Ber­lin GmbH Hen­ning Weh­mey­er mit der Urkun­de für die IHK Ber­lin als ers­tem Teil­ha­ber der Betei­li­gungs­ge­sell­schaft. Abbil­dung: Mat­thi­as Gottwald.

Die Expo 2035 Ber­lin GmbH ist für den ope­ra­ti­ven und kom­mu­ni­ka­ti­ven Teil der Bewer­bung zustän­dig. Anfang Novem­ber wur­de die Expo 2035 Betei­li­gungs­ge­sell­schaft der Deut­schen Wirt­schaft GmbH & Co. KG gegrün­det. Eine ers­te Betei­li­gung gibt es durch die IHK Ber­lin, die sich mit 250.000 Euro enga­giert. Damit besitzt die IHK Ber­lin über die neue Gesell­schaft 25 Pro­zent der Antei­le an der Expo 2035 Ber­lin GmbH. Das Grün­dungs­ziel der Betei­li­gungs­ge­sell­schaft besteht dar­in, die finan­zi­el­le Grund­la­ge für die Bewer­bung zu schaf­fen und Inves­ti­tio­nen aus der deut­schen Wirt­schaft zu för­dern. Bis Ende des Jah­res soll die Startsum­me auf 2,5 Mil­lio­nen Euro wach­sen. Hier­zu fin­den Gesprä­che mit im Dax notier­ten Unter­neh­men aus den Berei­chen Indus­trie, Infra­struk­tur, Ener­gie, Mobi­li­tät und Digi­ta­li­sie­rung statt.

Weltausstellung in Berlin: Die Politik muss entscheiden

Wie eine Welt­aus­stel­lung posi­ti­ve Effek­te erzie­len kann, ver­deut­licht das Bei­spiel der Expo in Japan. „Die Expo in Japan zeigt, wel­che mas­si­ven Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur mit einer Welt­aus­stel­lung in Ber­lin ein­her­ge­hen”, sagt Man­ja Schrei­ner, Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin der IHK Ber­lin. Osa­ka habe im Vor­feld der Expo Bahn­stre­cken und Fern­stra­ßen beschleu­nigt aus­ge­baut und kom­plet­te Stadt­tei­le moder­ni­siert. Von die­sen Inves­ti­tio­nen wür­den laut Schrei­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger eben­so pro­fi­tie­ren wie die Wirt­schaft. Schrei­ner: „Mit der Grün­dung der Betei­li­gungs­ge­sell­schaft macht die Ber­li­ner Wirt­schaft deut­lich, dass die Expo 2035 nach Ber­lin gehört. Jetzt braucht es auch ein star­kes Signal des Bun­des für die Bewer­bung der Haupt­stadt, um die­ses Zukunfts­pro­jekt für ganz Deutsch­land zu realisieren.“

Ob eine Bewer­bung zur Expo 2035 tat­säch­lich umge­setzt wird, ent­schei­det die Poli­tik. Im Früh­jahr 2026 müss­te die Bun­des­re­gie­rung ihr Inter­es­se in einem „Let­ter of Intent” beim Bureau Inter­na­tio­nal des Expo­si­ti­ons (BIE) in Paris bekun­den. Anschlie­ßend wür­de das inter­na­tio­na­le Bewer­bungs­ver­fah­ren star­ten. Die fina­le Ent­schei­dung tref­fen die 184 BIE-Mit­glieds­staa­ten vor­aus­sicht­lich Ende 2027.

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