@mrjackson

Banner Leaderboard

Banner Leaderboard

Banner Leaderboard 2

Banner Leaderboard AmbulanzMobile

Wirtschaft und Markt #3: Der Aufholprozess ist in Gefahr

Im drit­ten Teil sei­ner Wirt­schafts­ko­lum­ne beschäf­tigt sich Frank Neh­ring mit dem Wett­be­werbs­re­port Ost­deutsch­land 2026. Die­ser offen­bart einen an Dyna­mik ver­lie­ren­den Aufholprozess.

Frank Nehring, langjähriger Herausgeber von Wirtschaft+Markt und Gründer des Ostdeutschen Wirtschaftsforums OWF. Abbildung: Bernd Brundert

Frank Neh­ring, lang­jäh­ri­ger Her­aus­ge­ber von Wirtschaft+Markt und Grün­der des Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rums OWF. Abbil­dung: Bernd Brundert

„Im Jahr 2025 lag das BIP je Erwerbs­tä­ti­gen in den ost­deut­schen Flä­chen­län­dern bei rund 85 Pro­zent des west­deut­schen Durch­schnitts – vor zehn Jah­ren waren es erst 78 Pro­zent, 1991 ledig­lich 34,5 Pro­zent.“ (WBR, S. 11)

Ost­deutsch­land hat wirt­schaft­lich erheb­lich auf­ge­holt. Doch der Wett­be­werbs­re­port Ost­deutsch­land 2026 (WBR), der am 1. Juni 2026 beim Ost­deut­schen Wirt­schafts­fo­rum vor­ge­stellt wird, zeigt zugleich: Der Auf­hol­pro­zess ver­liert an Dynamik.

Joa­chim Rag­nitz, Mit­her­aus­ge­ber des Reports, warnt: „Der Auf­hol­pro­zess Ost­deutsch­lands kommt nur noch lang­sam vor­an. Es braucht des­halb eine rea­lis­ti­sche und kri­ti­sche Bewer­tung sowie kon­se­quen­te Akti­vi­tä­ten aus Poli­tik und Wirtschaft.“

Es geht nicht um Opti­mis­mus oder Pes­si­mis­mus, son­dern um Wett­be­werbs­fä­hig­keit. Weder Beschö­ni­gun­gen noch Schwarz­ma­le­rei hel­fen wei­ter. Ent­schei­dend sind wirt­schafts­po­li­ti­sche Klar­heit, Inves­ti­tio­nen und struk­tu­rel­le Reformen.

Der Report macht deut­lich: Die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung Ost­deutsch­lands bleibt eine Erfolgs­ge­schich­te, aber zugleich bestehen zen­tra­le struk­tu­rel­le Defi­zi­te fort. Ins­be­son­de­re bei Inves­ti­tio­nen, Inno­va­ti­on, Human­ka­pi­tal und Ver­mö­gens­bil­dung liegt Ost­deutsch­land wei­ter­hin hin­ter dem Wes­ten zurück. Hin­zu kom­men demo­gra­fi­scher Druck, schwa­che Unter­neh­mens­in­ves­ti­tio­nen sowie Defi­zi­te bei tech­no­lo­gi­scher Ent­wick­lung und Produktivität.

35 Jah­re nach der deut­schen Ein­heit ist eine pau­scha­le Benach­tei­li­gungs­de­bat­te zwar nicht mehr ziel­füh­rend. Die Unter­schie­de zwi­schen Ost und West bestehen jedoch wei­ter­hin, aller­dings dif­fe­ren­zier­ter und struk­tu­rell rele­vant. Des­halb braucht Ost­deutsch­land mehr als all­ge­mei­ne Stand­ort­po­li­tik. Gefragt sind geziel­te Impul­se für Inno­va­ti­on, indus­tri­el­le Stär­ke, Bil­dung und Kapitalbildung.

Der Anspruch darf nicht län­ger nur dar­in bestehen auf­zu­ho­len. Ost­deutsch­land muss sich als Zukunfts­re­gi­on behaup­ten – mit Wett­be­werbs­fä­hig­keit, Inves­ti­ti­ons­kraft und tech­no­lo­gi­scher Stär­ke. Der Wett­be­werbs­re­port Ost­deutsch­land 2026 lie­fert dafür eine wich­ti­ge Grund­la­ge: als nüch­ter­ne Ana­ly­se und Impuls für eine neue wirt­schafts­po­li­ti­sche Debat­te über Chan­cen, Wachs­tum und die Zukunfts­fä­hig­keit Ostdeutschlands.

Banner Footer 1

Test Half Banner

Banner Footer 2

Test Half Banner

Banner Footer 3

Test Half Banner